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Neuenbürg Straftaten in Neuenbürg sind rückläufig

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Mathias Stephan, Leiter des städtischen Polizeireviers. Foto: Jänsch Foto: Schwarzwälder Bote

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellten Neuenbürger Polizisten die Kriminal- und Unfallstatistik des vergangenen Jahres vor. Die Kriminaldelikte gingen zurück, die Verkehrsunfälle blieben jedoch auf dem hohen Vorjahresstand.

Neuenbürg. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Straftaten in Neuenbürg insgesamt um 24 Prozent abgenommen. "Einen gewissen Grundsatz an Kriminalität wird man aushalten müssen", sagte Mathias Stephan, Leiter des städtischen Polizeireviers, bei der Vorstellung der Kriminal- und Unfallstatistik jüngst. "Auf null zu fahren wäre Utopie." Ihm zur Seite stand Ralf Weißert, Leiter des Polizei-Bezirksdienstes.

211 Fälle hat der Polizeiposten Neuenbürg aufgenommen. 131 Fälle davon konnten die Ordnungshüter aufklären, 80 hingegen nicht. Das entspricht in etwa einer Aufklärungsquote von 62 Prozent. Damit ist diese Kennzahl laut Stephan um acht Prozent gesunken.

Kriminaldelikte

Rückläufig sind beinahe alle Delikte wie Raub (0), Diebstahl (45), Wohnungseinbrüche (4), Körperverletzung (19), Beleidigungen (11) und Rauschgiftdelikte (14). Signifikante Anstiege gibt es jedoch bei der Zahl der Sexualstraftaten, die sich um 100 Prozent erhöht hat. Dies sind zwar – in Anführungszeichen – nur vier Delikte, aber im Vorjahr war es eben gerade einmal halb so viel.

Außerdem haben laut Leiter des städtischen Polizeireviers die Fälle von Sachbeschädigung stark zugelegt, was vor allem an Graffiti-Schmierereien läge. Von 37 Delikten stieg die Zahl auf 51 an, was besonders auf Serien-Taten zurückzuführen sei. Das entspricht einem Anstieg von rund 38 Prozent. Und ausgerechnet bei diesen Delikten beziffert Stephan die Aufklärungsquote auf magere zehn Prozent.

Weil Wohnungseinbrüche bei der Ermittlungsarbeit der Polizei immer noch einen Schwerpunkt darstellten, habe inzwischen jedes Polizeirevier im Enzkreis einen expliziten Ansprechpartner vor Ort. "Besonders wichtig ist für unsere Arbeit", erklärt Stephan, "dass uns Anwohner bei verdächtigen Vorkommnissen in der Nachbarschaft gleich verständigen."

Verkehrsunfälle

Bei den Verkehrsunfällen blieb die Anzahl und die Aufteilung statistisch genau gleich wie im Vorjahr. Innerhalb geschlossener Ortschaften gab es zehn Verkehrsunfälle, davon endeten neun mit leichten Verletzungen und einer mit schweren. "Wobei als schwer verletzt alles gilt, was einen stationären Aufenthalt im Krankenhaus nach sich zieht", so der Polizist, "selbst, wenn es nur zur Beobachtung ist."

Außerhalb geschlossener Ortschaften blieb die Anzahl der Unfälle auf dem Vorjahreshoch von 26. Davon endete auch einer tödlich. Sieben Mal gab es schwere Verletzungen, 18 Mal leichte. 2016 gab es gerade einmal halb so viele Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften wie im vergangenen Jahr und auch in den Jahren zuvor waren die Werte deutlich niedriger.

Um auf die Sicherheit im Straßenverkehr zu sprechen zu kommen, fragte Christine Danigel (Grüne), welche Erfahrungen die Neuenbürger Polizisten mit der 30er-Zone vor der Schlossbergschule gemacht haben.

Man habe durchweg positive Erfahrungen damit gehabt, erklärte Stephan und schloss seinen Bericht mit einer weniger guten Aussicht: "Die Polizei hat derzeit Personalmangel und muss sich bei den Ermittlungen auf die Schwerpunkte konzentrieren."

Besserung sieht Stephan erst in einigen Jahren kommen, wenn gute, junge Polizisten aus der Ausbildung kämen.

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