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Neuenbürg "Meilenweit von normalem Badebetrieb weg"

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Dieses Jahr wird mim Neuenbürger Freibad die kürzeste Saison mit den wenigstens Gästen verzeichnet. Foto: Archiv

Neuenbürg - Das Freibad in Neuenbürg hat am 10. August Saison-Halbzeit und die Bilanz ist ernüchternd. Täglich steht das Team um Betriebsleiter Nicki Talmon bereit, um bisher schätzungsweise 2000 Badegäste abgewickelt zu haben. "So viel haben wir normalerweise an einem heißen Tag", sagt er.

Das Neuenbürger Freibad ist in diesem Jahr am 13. Juli verspätet in die Saison gestartet. Am Montag ist Halbzeit der Badesaison, die bis zum 13. September geht. Die bisherige Resonanz sei ernüchternd, wie Betriebsleiter Nicki Talmon dem Schwarzwälder Boten erklärt. "Die Saison ist ziemlich schleppend angelaufen", sagt er. Schätzungsweise seien bisher keine 2000 Gäste zu Besuch gewesen. "So viele Badegäste haben wir normalerweise an einem heißen Tag", erklärt Talmon.

Personenanzahl von 300 auf 400 erhöht

Die Frustration des Betriebsleiters ist förmlich durch das Telefon spürbar. "Es hat sich absolut nicht gelohnt, das Bad zu eröffnen. Ich war von Anfang an dagegen und bin auch froh, wenn die Saison vorbei ist", sagt Talmon. Nachdem der Gemeinderat Mitte Juni entschieden hatte, das Freibad zu öffnen, waren Talmon und sein Team täglich damit beschäftigt, das Freibad betriebsbereit zu machen. Jetzt stehen sie täglich bereit, um ein Bruchteil der Gäste zu betreuen, die sonst in die Freizeiteinrichtung kommen.

Inzwischen hat die Verwaltung den Verkauf der Tickets von 300 auf maximal 400 Personen pro Zeitfenster erhöht. Aber auch das habe nichts gebracht. "Wir waren bisher einmal ausverkauft. An dem Tag hatte es über 30 Grad. Aber selbst da sind trotz Ticket nicht alle gekommen. Ich schätze, es waren maximal 360 Personen gleichzeitig da", erklärt Talmon. Normalerweise habe das Freibad zu diesem Zeitpunkt der Saison bereits zwischen 30 000 und 35 000 Besucher gehabt. "Wir sind meilenweit von einem normalen Badebetrieb entfernt", sagt der Betriebsleiter.

Von der Wirtschaftlichkeit ist Talmon alles andere als überzeugt. In den vergangenen Jahren habe er das Defizit "extrem gesenkt", viel durch Eigenleistung bei Reparaturen oder Ideen wie der Absorberanlage zur Wassererwärmung. "Ich kann nicht verstehen, wie man das Geld so verballern kann", sagt er. Und nun habe man die "kürzeste Saison aller Zeiten mit den wenigsten Gästen". Das tue dann halt noch mehr weh. Er hätte auch ohne Öffnung genug zu tun gehabt, erzählt er, und dann hätte man im nächsten Jahr mit einem generalüberholten Freibad in die Saison starten können. So brauche er zum Beispiel die zehnfache Menge an Reinigungs- und Desinfektionsmitteln als sonst, und das bei nur acht Wochen Badesaison und Mehrkosten, die der Gemeinderat mit 300 000 Euro beziffert.

"Innerhalb der Anlage halten sich alle an die Regeln"

Zumindest haben sich Talmons anfängliche Sorgen, dass es Reibereien mit den Badegästen geben wird, weil zwischen 13 und 15 Uhr alle rausmüssen und das Bad desinfiziert wird, nicht bestätigt. "Innerhalb der Anlage halten sich alle an die Regeln", sagt er.

Nur draußen vor der Kasse sei es vor Kurzem zu einer Schlange gekommen, weil das Scan-Gerät einen Defekt hatte. "Die Besucher mussten dann kurz warten, bis sie ins Bad konnten. Die Tickets haben wir dann anschließend gescannt", erklärt der Betriebsleiter. Vielleicht eine habe Stunde hätten sie gebraucht, um alles zu regeln. "So schlimm, wie es in anderen Medien dargestellt wurde, dass die Besucher eine Stunde draußen warten mussten, war es nicht", erklärt Talmon.

Tickets für das Freibad in Neuenbürg sind unter www.neuenbuerg.de/freizeit-kultur/freizeitangebote/freibad erhältlich. Dort sind auch weitere Informationen zu den Öffnungszeiten oder den coronabedingten Regeln zu finden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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