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Neuenbürg Krisenzeit kann auch Chancenzeit sein

Von

Straubenhardt/Neuenbürg-Dennach. In seinem Beitrag schreibt Thomas Held, Pfarrer für die Kirchengemeinden Schwann-Dennach und Ottenhausen, dass die Krise auch Chancen bieten kann.

"Solange die Dinge laufen wie immer, laufen auch wir mit – ohne uns groß Gedanken zu machen. Doch plötzlich geht nichts mehr seinen gewohnten Gang! Rat- und Orientierungslosigkeit, auch Angst sind zu beobachten in diesen Wochen. Wir erleben die Krise als Gefahr: Unser gesellschaftliches Zusammenleben, unsere wirtschaftliche Sicherheit, unsere körperliche Gesundheit sind bedroht.

›Krise‹, mit diesem Wort bezeichnen wir einen Wendepunkt. Denn die Krise, die unsere Welt zurzeit auf den Kopf stellt, kann auch eine Chance für uns sein. Dass wir, jetzt, wo es nicht mehr weitergeht wie bisher, einmal innehalten. Dass wir uns der Frage stellen, was wirklich wichtig ist im Leben. Dass wir zur Gewohnheit Gewordenes prüfen und wo es nötig ist, eine andere Richtung einschlagen.

Von einem, der in der Krise zur Besinnung kommt, erzählt Jesus (vgl. Lukas, Kapitel 15). Ein junger Kerl, der von zu Hause abhaut und alle Brücken hinter sich abbricht, sucht sein Glück im Leben. Er scheint es gefunden zu haben – doch als eine Katastrophe das ganze Land erschüttert, zerrinnt es ihm zwischen den Fingern wie Sand. In der Not besinnt er sich: ›Ich will zurück gehen zu meinem Vater.‹ Er macht sich gar keine Hoffnung, wieder in die Familie aufgenommen zu werden. Aber vielleicht kann er ja für den Vater arbeiten, so wäre wenigstens für sein Überleben gesorgt. Und so kehrt er heim und erlebt eine gewaltige Überraschung: Kein ›Ich-hab-es-dir-ja-gleich-gesagt!‹ Kein ›Ach-jetzt-wo-du-mich-brauchst-bin-ich-dir-also-wieder-gut-genug!‹.

Überhaupt keine Vorwürfe, nur Vergebung und Liebe. Überglücklich schließt ihn der Vater in die Arme: ›Mein Sohn!‹ Ab hier geht es für ihn nicht weiter wie bisher; alles was vorher war, zählt nicht mehr. In den Armen des Vaters beginnt für ihn das Leben. Die Wochen vor Ostern sind traditionell Fastenzeit, eine Zeit, um sich Gott zuzuwenden. Verzicht zu üben, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Sich klar zu werden: Auch ich habe mein Leben nicht selber in der Hand. Auch ich bin, vom großen Ganzen aus gesehen, nur ein kleiner Mensch. Und auch ich bin nicht ohne Schuld – an den Zuständen in dieser Welt, an den Zuständen in meinem Leben. Ich brauche Gott!

Vielleicht haben auch wir einen Wendepunkt nötig. Dass wir uns darauf besinnen, dass es um mehr geht im Leben als zerbrechliches Glück. Dass wir nach Hause kommen zu unserem Vater im Himmel. Das ist die Chance für uns in der Krise: Dass wir uns an Gott wenden in unserer Not, denn bei ihm werden wir nicht auf taube Ohren stoßen, sondern auf ein offenes Herz und offene Arme."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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