Im Enzkreis steht ein zweites mobiles Impfteam bereit.Foto: ©Feuerwehr Pforzheim; Frank Winterfeldt Foto: Schwarzwälder Bote

Corona: Zweites mobiles Impfteam in den Startlöchern / Termine für viele Heime nun früher als geplant

Enzkreis. Gute Nachrichten vor allem für Menschen in Altenpflegeheimen und deren Angehörige: Für diese Woche hat das Land Baden-Württemberg die Lieferung von Impfstoff für die Zweitimpfungen im Kreisimpfzentrum (KIZ) des Enzkreises in Mönsheim zugesagt. "Mit diesen weiteren 1170 Dosen können wir nicht nur weiterhin zuverlässig unsere Impfungen täglich im KIZ anbieten, sondern auch ein zweites mobiles Impfteam (MIT) in die Alten- und Pflegeheime im Enzkreis losschicken", wie Christine Gorgs, die ärztliche Leiterin des KIZ, ankündigt.

Ebenfalls ausgeweitet werden die Einsatztage: Bereits ab Ende dieser Woche wird das zweite MIT starten und voraussichtlich an sieben Tagen, also auch sonntags, in den Heimen im Enzkreis impfen, heißt es in einer Pressemitteilung des zuständigen Landratsamtes Enzkreis. "Dadurch können Termine, die mit manchen Heimen beispielsweise erst für den April vereinbart waren, nun vorgezogen werden", sagt Gorgs. Die Ärztin hofft, dass nun bis Ende März alle Einrichtungen durchgeimpft sein werden. Bislang habe man eher vorsichtig auf der Basis der bisherigen Lieferfrequenz kalkuliert.

Das erste mobile Impfteam war seit dem 22. Januar an sechs Tagen in der Woche in acht Heimen unterwegs und verimpfte wöchentlich rund 300 Dosen. Dank der nun angekündigten Lieferung wird es ab dem kommenden Freitag in diesen Heimen mit der Zweitimpfung beginnen können. "Wir werden nun alle Einrichtungen, bei denen wir früher als bislang geplant zum Impfen vorbeikommen können, zeitnah anschreiben", so Kreisbrandmeister Carsten Sorg.

Im Enzkreis gibt es 28 Pflegeheime mit etwa 1800 Bewohnern. Außerdem erhalten dort auch die Pflegekräfte ein Impfangebot, sodass man beim Enzkreis mit insgesamt 3000 Impflingen rechnet. In fünf der Heimen hat das MIT des Zentralen Impfzentrums in Karlsruhe die Impfungen durchgeführt.

Deutliche Entschärfung durch weiteres MIT

"Wir brauchen für größere Einrichtungen alleine drei, manchmal sogar vier Tage. Nach drei Wochen fahren wir die Einrichtungen für die zweite Dosis erneut an", beschreibt Christine Gorgs das Verfahren. Bei größeren Abständen zwischen den Impfungen erhöhe sich das Risiko von Mutationen. Das bedeutete bislang jedoch für die Planung, dass das Team nach den ersten drei Wochen zunächst mit den Zweitimpfungen beschäftigt gewesen und erst danach neue Heime an die Reihe gekommen wären.

"Diese Problematik hat sich mit dem Einsatz unseres zweiten Impfteams, das nun endlich an den Start gehen kann, deutlich entschärft." Als erstes werde in Heimen geimpft, in denen es bislang keine Infektionsfälle gab, weil hier weder bei Bewohnern noch bei Pflegenden eine Immunität gegeben sei. Danach seien die Heime dran, in denen es bislang nur wenige Infektionen gab – hier sei die Gefahr eines größeren Ausbruchs höher.

Seit Mittwoch könnten zudem neue Impftermine für die kommenden Wochen angeboten werden, heißt es in einer zweiten Mitteilung. Unter der Rufnummer 116 117 oder der Website www.impfterminservice.de stehen diese neuen Termine zur Verfügung. Weil aber die Hälfte der zur Verfügung stehenden Dosen zunächst noch für Zweitimpfungen in Heimen dienen müssten, stünden im Ergebnis damit auch in den nächsten Wochen nur eine begrenzte Anzahl von Impfdosen zur Verfügung. Sobald weitere Lieferzusagen vorlägen, würden umgehend erneut Termine zur Verfügung gestellt.

Bürger werden dringend gebeten, ungefähr 15 Minuten vor ihrem Impftermin im Impfzentrum zu erscheinen. Impflinge, die teilweise Stunden vor ihrem Termin vor Ort sind, können leider aus Pandemie- und Hygienegründen nicht vorher in das Impfzentrum eingelassen werden.

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