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Neuenbürg Integration auf feste Füße stellen

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Neuenbürgs Stadtverwaltung hat sich im März für ein Landesprojekt beworben – und wurde nun ausgewählt.Archivbild: Mutschler Foto: Schwarzwälder Bote

Die Stadt Neuenbürg will die Integration von Flüchtlingen auch in Zukunft nicht dem Zufall überlassen. Nun soll ein konkretes Konzept erstellt und umgesetzt werden, das langfristig fruchtet.

Neuenbürg. Bereits im März hat sich Neuenbürgs Stadtverwaltung für das vom Land geförderte Projekt "Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft. Prozessbegleitung für Kommunen und Landkreise" beworben. Nun wurde die Stadt in das Programm aufgenommen – gemeinsam mit zwölf weiteren Kommunen. Ob die Stadt jedoch an dem Programm teilnehmen würde oder nicht, lag in der jüngsten Gemeinderatssitzung noch in den Händen der Räte.

"Die Integration von Menschen, die zu uns geflüchtet sind, ist eine sehr wichtige Aufgabe für die Gesellschaft", warb Bürgermeister Horst Martin um Zustimmung. "In diesem Rahmen haben wir erfreulicherweise auf viele Ehrenamtliche zurückgreifen können", zeigte sich der Rathauschef dankbar. Doch innerhalb der vergangenen Jahre sei der Kreis derer, die sich engagieren, immer kleiner geworden, unterstrich Martin. Daher sei das Programm eine wichtige Stütze. Das sah auch das Gremium so und beschloss einstimmig die Teilnahme am Programm.

Stadträte sollen Teil des Programms werden

"Zunächst einmal möchte ich mich bei der Verwaltung bedanken, dass man sich beworben hat", erklärte Stadtrat Gerhard Brunner (UWV) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. "Ich finde es ehrenwert, dass wir im Kanon mit solchen Städten wie Reutlingen, Esslingen und Freiburg genannt werden." Fraktionskollegin Annika Müller erklärte, das Vorhaben "in vollem Umfang" zu unterstützen. Stadträtin Christine Danigel (GL) sah das Programm ebenfalls als wichtigen Schritt an, vor allem auch Kinder und Jugendliche in den Ort zu integrieren. "Wir haben viel Ehrenamt hier in Neuenbürg gehabt", sagte sie. Das habe es auch gebraucht, um die Fremden "einzubringen". Nun aber sei es dringend nötig, zu schauen, wie es weitergeht. Darum sei sie auch "etwas traurig", dass das Programm im kommenden Jahr bereits wieder endet.

Dass die Unterstützung der Gemeinderäte absolut gewünscht ist, stellten die Ansprechpartner des Projekts für die Stadt Neuenbürg, Marina Leibfried und Christoph Weinmann unmissverständlich klar. Sie würden gerne einen Stadtrat aus jeder Fraktion in das Projekt einbinden, verrieten sie. Damit "nichts Abstraktes" überlegt wird, sondern "ganz konkrete Maßnahmen" umgesetzt werden.

"Wir haben uns schon ein erstes Bild gemacht und sehen, dass es schon sehr viele Strukturen hier vor Ort gibt", berichtete Weinmann. Diese wolle man unterstützen und fördern. Und zwar nicht von oben herab, sondern gemeinsam mit denen, die bereits ehrenamtlich tätig sind oder noch tätig werden wollen. Leibfried betonte aber auch, dass man alle Teilorte und die breite Öffentlichkeit mitnehmen möchte. Das Honorar der beiden freiberuflichen Prozessbegleiter von 30 000 Euro über die gesamte Laufzeit wird vom Land getragen.

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