Pflegearbeiten sind notwendig: Die Kreisstraße K 4552 ist nächste Woche gesperrt. Foto: Jänsch Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: K 4552 kommende Woche nur bedingt befahrbar

In der kommenden Woche ist die Kreisstraße K 4552 vom Eyachtal Richtung Schwann von Montag bis Freitag zwischen 8 und 15 Uhr voll gesperrt. Neben Grünpflegearbeiten am Fahrbahnrand sollen auch im Forst oberhalb der Straße Bäume fallen.

Neuenbürg. Zwei Fliegen will das Landratsamt Enzkreis in der kommenden Woche mit einer Klappe schlagen. Denn während die Kreisstraße K 4552 (ehemalige K 11) von Montag, 26. August, bis Freitag, 30. August, jeweils von 8 bis 15 Uhr voll gesperrt wird, wird die Straßenmeisterei die Grünflächen am Fahrbahnrand zurückschneiden und mulchen.

Oberhalb der Straße wird das Forstamt aktiv, um tote Bäume zu fällen.

Enge Zusammenarbeit von Forst- und Straßenverkehrsamt

"An den Straßen bei uns im Enzkreis stimmen sich Straßenbau- und Forstamt immer ab", erklärt der zuständige Revierförster Bernhard Brenneis. Denn beide Ämter haben jeweils in ihrem Bereich für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf den Straßen zu sorgen. Die Verkehrsbehörde dafür, dass die Fahrbahnen vom Rand her nicht zuwachsen. Und das Forstamt dafür, dass kein Totholz von oben herab fällt oder ein toter Baum umkippt. Damit die Straßen innerhalb weniger Wochen nicht mehrmals gesperrt werden müssen, legen die beiden Ämter ihre Arbeiten auf denselben Zeitraum.

"Oberhalb von dieser Kreisstraße sind einige Fichten vom Borkenkäfer befallen", berichtet der Förster. Daher seien einige der Bäume bereits abgestorben. Um den Buchdrucker, wie der Fichtenborkenkäfer auch genannt wird, in diesem Bereich zurückzudrängen und um Verkehrsteilnehmer vor umstürzenden Bäumen zu bewahren, müssten diese toten Fichten entnommen werden. "Das ist im Prinzip Forstschutz", so Brenneis weiter.

Das Käfernest sei sogar gut sichtbar, da die toten Fichten nicht mehr grün, sondern rot-braun seien. Zusätzlich habe Brenneis die befallenen Bäume im Vorfeld mit einem roten Kreuz markiert, damit die Waldarbeiter am Montag wissen, wo die Säge anzusetzen ist. "Das sind so circa 200 Bäume", schätzt der Förster.

Simpel sei die Arbeit in dem stark abschüssigen Gelände nicht, bekennt Brenneis. "Das sind durchaus gefährliche Arbeiten an dem steilen Hang." Zudem werden Brenneis und seine Mitarbeiter die Bäume nicht Richtung Straße fällen, sondern sie den Hang hinaufziehen und zunächst oberhalb der Kreisstraße lagern – "damit die Straße unbehelligt und die Leitplanken nicht beschädigt" würden, wie dieser sagt.

Eingriffe werden von der Straße aus kaum zu sehen sein

In drei Arbeitsgruppen wolle man die Arbeiten möglichst schnell zum Abschluss bringen. Ob man 200 entnommene Fichten am Ende auch von der Eyachbrücke aus bemerkt? "Nein", sagt Brenneis bestimmt. "Von der Straße aus wird man das in keinster Weise sehen, dass da was gemacht worden ist." Die betroffenen Fichten verteilten sich auf vier verschiedene Orte und durch die Naturverjüngung kämen so viele neue Bäume nach, dass die Veränderungen nicht wahrnehmbar seien.

Wer in der kommenden Woche in der Zeit zwischen 8 und 15 Uhr von der Eyachbrücke in Richtung Schwann oder in die umgekehrte Richtung fahren will, muss auf die Landesstraße L 340 ausweichen und über Dreimarkstein/Dennach fahren.

Nach 15 Uhr ist der Verkehr auf der K 4552 bis zum nächsten Morgen 8 Uhr wieder freigegeben.

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