Im vorderen Teil des Friedhofs (rechts im Bild, hinter der Baumreihe) sollen 600 neue Urnengräber entstehen.Archivfotos: Jänsch Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Maßnahme kostet Stadt rund 650 000 Euro / Gebührensatzung wird daher überarbeitet

Neuenbürgs Friedhof erhält bald 600 neue Urnengrabstellen. Zudem wird ein Teil des Friedhofs angehoben und geebnet, ­sodass er behindertengerecht zugänglich wird. Die Kosten dafür betragen rund 650 000 Euro.

Neuenbürg. In Sachen teilanonyme Urnengräber auf dem Neuenbürger Friedhof geht es allmählich voran. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat Landschaftsarchitekt Volker Boden über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Zudem wurde ein Entwurf zur Umsetzung freigegeben.

So sollen auf dem Neuenbürger Friedhof 600 neue Urnengrabstellen entstehen. Das bislang abschüssige Gelände soll angehoben werden, auf zwei unterschiedlichen Ebenen entstehen dann die für Rollstuhlfahrer und Rollatorfahrer sehr viel besser befahrbaren, ebeneren Grabfelder. Laut Boden sorgt das Wegnehmen der Böschung als weiterer Pluspunkt dafür, dass weit mehr Grabstellen geschaffen werden können, als bei der ursprünglichen Planung angedacht waren: nämlich gut 260 Stück. So sollen Urnengräber, teilanonyme Urnengräber, anonyme Urnengräber und auch Baumgräber entstehen. Zudem muss die marode Stützmauer, die zur B 294 hin verläuft, erneuert werden. Insgesamt sollen sich die Kosten auf 650 000 Euro belaufen.

Entscheidung fällt auf günstigste Variante

Der Gemeinderat hatte sich für die kostengünstigste Variante mit einer geschütteten Gabionenwand samt Begrünung ausgesprochen. Boden hatte ebenfalls eine geschichtete Gabionenwand für 675 000 Euro sowie eine 840 000 Euro teure Variante mit einer Betonstützmauer samt Sandsteinverblendung vorgestellt.

Räte sprechen sich für Begrünung aus

Die Wahl fiel letzten Endes auf die günstigste Variante, weil Christine Danigel (GL) einen Antrag auf Begrünung der Gabionenwand gestellt hatte. Die Räte aller Fraktionen waren für diese Idee empfänglich, Stadtrat Jens Allion (UWV) war es am Ende, der sich für die kostengünstigste Variante aussprach. "Wenn man denn begrünt, finde ich es quatsch, eine teure Variante zu nehmen", sagte er wörtlich. Immerhin sei die Stützwand in einigen Jahren ohnehin derart zugewachsen, dass von der Gabionenwand nur noch wenig zu sehen sein dürfte. Diesem Argument folgten alle Räte, einstimmig wurde die günstigste Variante samt Begrünung gewählt.

Mit der großen Investition dürften nach Einschätzung der Stadtverwaltung über kurz oder lang auch die Gebühren des Friedhofs ansteigen. In der Sitzungsvorlage heißt es: "Mit Blick auf die stetig steigenden Aufwendungen wird relativ kurzfristig auch eine Überarbeitung der Gebührensatzung notwendig werden."

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