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Neuenbürg Ferienprogramm gibt es auch 2020

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Bürgermeister Horst Martin (links) dankt Regina Zumbach-Lux für die jahrelange Leitung des Sommerferienprogramms in Neuenbürg. Foto: Biermayer Foto: Schwarzwälder Bote

Das Sommerferienprogramm ist fester Bestandteil der Ferienplanung vieler Familien in der Stadt. Die Verwaltung arbeitet momentan an einem neuen Konzept, da die bisherige Leiterin Regina Zumbach-Lux ihren Posten abgibt. Der Gemeinderat beschloss zudem die Übernahme des 2019er Ferienprogramm-Fehlbetrags von 4150 Euro.

Neuenbürg. Insgesamt 60 Kinder nahmen dieses Jahr das Sommerferienprogramm in den drei Wochen vom 19. August bis zum 6. September in Anspruch. Für viele Eltern ist das Angebot ein Segen. Denn ist man berufstätig, ist es schwer, für die Kinder die vollen sechs Wochen der Sommerferien eine Betreuung zu gewährleisten.

Die diesjährige Ferienbetreuung beschäftigte sich mit dem Thema "Umwelt & Natur & Technik". Die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren besuchten das Gasometer, den Bauernhof Reiser in Straubenhardt und das Naturkundemuseum in Karlsruhe. Zudem wurde unter professioneller Anleitung geschreinert und gefilzt. Außerdem stand eine Visite bei einer Försterin auf dem Programm. Das Programm kam laut Hauptamtsleiter Fabian Bader bei den Kindern sehr gut an.

Selbstverständlich braucht man für so ein Programm viele helfende Hände. Hauptverantwortlich waren Regina Zumbach-Lux und Angelique Obenauer. Unterstützt wurden sie von zahlreichen Helfern und Praktikanten. Bei ihnen bedankte sich die Stadt für ihr Engagement. Auch für die Materialspenden von Privatpersonen, Institutionen und Firmen war die Verwaltung dankbar.

Das Sommerferienprogramm finanziert sich hauptsächlich über die Beiträge der Eltern. Jedoch entsteht jedes Jahr ein gewisser Fehlbetrag – vor allem durch die Personalkosten. 2019 beläuft sich dieser Fehlbetrag auf gut 4150 Euro. 2018 waren es noch knapp 3600 Euro, 2017 nur gut 1520 Euro. Der diesjährige Betrag liegt jedoch niedriger als der aus dem Jahr 2016, als am Ende gut 5000 Euro fehlten.

Wunsch nach mehr Personal

Die Verwaltung schlug, wie schon in den Vorjahren, dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung vor, dass die Stadt die Mehrkosten übernehmen solle. Stadträtin Christine Danigel befürwortete dies. Das Sommerferienprogramm sei ein tolles Angebot.

Sie stellte zudem in Richtung Stadt die Frage, ob die Durchführung des Programms für 2020 gesichert sei. "Wir organisieren das Programm nächstes Jahr anders, aber es wird wieder ein Sommerferienprogramm geben", informierte Bürgermeister Horst Martin. Die Belegungszahlen zeigten die Notwendigkeit des Angebots.

Stadtrat Peter Kreisz wollte wissen, ob es nicht einen Mehrbedarf an fachlich geschultem Personal gebe. Die Erfahrung zeige, dass die Betreuung mancher Kinder nicht ganz einfach sei. Leiterin Zumbach-Lux bestätigte dies. Die Praktikanten wüssten in manchen Situationen nicht, was sie tun sollten. Sie werfe das den Praktikanten gar nicht vor. Ihnen fehle schlicht die Ausbildung. Deshalb bräuchte man mehr ausgebildete Pädagogen. Dafür benötige man aber wiederum mehr finanzielle Mittel. "Gute Leute kosten einfach Geld", brachte sie es auf den Punkt.

Bessere Ausbildung der Betreuer gefordert

Stadträtin Alessia Trovato wollte wissen, ob es dann Pädagogen oder Sonderpädagogen brauche. "Sonderpädagogen wären natürlich toll", so Zumbach-Lux. Aber von denen gebe es sowieso zu wenig. Normale Pädagogen seien deshalb völlig ausreichend.

Stadtrat Kreisz regte an, ein neues Gerüst für das Sommerferienprogramm zu erarbeiten.

Die Problematik müsse dauerhaft gelöst werden, idealerweise mit Sonderpädagogen. Bürgermeister Martin erklärte, dass sich die Verwaltung momentan genau mit einem solchen neuen Gerüst beschäftige.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Übernahme des Fehlbetrags durch die Stadt und die Durchführung des Sommerferienprogramms im kommenden Jahr.

Zum Schluss bedankte sich Bürgermeister Martin noch bei Zumbach-Lux für ihre jahrelange Arbeit. Er überreichte ihr neben warmer Worte auch einen Blumenstrauß. Zumbach-Lux gibt die Leitung des Sommerferienprogramms ab, da sie neben ihrer Arbeit als Sozial- und Freizeitpädagogin die Zeit für die Organisation nicht mehr finde.

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