Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Neuenbürg Entscheidung um Vergabe gefallen

Von
Die Gaststätte im Herzen von Schloss Neuenbürg wird auch weiterhin von Joao und Isaac Batista geführt. Foto: Jänsch

Neuenbürg - Nachdem die Ausschreibung des Schlossrestaurants Ende Juli zu Irritationen bei den bisherigen Betreibern geführt hatte, können diese nun aufatmen. Die beiden portugiesischen Brüder können den Betrieb der Gaststätte selbst fortsetzen.

Joao und Isaac Batista sind erleichtert. "Die ganze Familie ist sehr glücklich über das Ergebnis der Ausschreibung", erklärt Joao Batista am Telefon, kurz nachdem er vom Pforzheimer Amt für Vermögen und Bau über den positiven Bescheid der Submission informiert worden war.

Seit 18 Jahren betreiben die Brüder mit ihren Frauen gemeinsam das Schlossrestaurant in Neuenbürg. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Zwar hatten die Batistas gar nicht vor, ihre Gaststätte aufzugeben. Eine überraschende Ausschreibung des württembergischen Landesbetriebs Ende Juli hatte diese Selbstverständlichkeit jedoch ins Wanken gebracht.

Mehrere Interessenten haben sich beworben

Manuel Liehr, stellvertretender Leiter des Amtes für Vermögen und Bau, erklärte damals, dass eine gesetzte Frist zur Vertragsverlängerung von den Pächtern versäumt worden sei. Daraufhin habe sich die Behörde unter Druck gefühlt, weil man bei der Verpachtung von "so einem Gastronomieobjekt" eine "gewisse Vorlaufzeit" brauche, so Liehr weiter.

Für die Ausschreibung des Schlossrestaurants hätten sich nach Angaben des stellvertretenden Amtsleiters auch mehrere Interessenten beworben. Deshalb sei die Entscheidung zugunsten der bisherigen Betreiber auch keineswegs ein "Selbstläufer" gewesen. Am Ende sei das Angebot der Batistas aber das "wirtschaftlichste" gewesen. Daher sei man in Pforzheim nun auch erleichtert, dass man das Verfahren "zur Zufriedenheit aller" habe abschließen können. Nun müsse noch der Pachtvertrag zwischen der Behörde und den Brüdern geschlossen werden.

Bislang waren Joao und Isaac Batista lediglich Unterpächter des Pforzheimer Brauhaus-Betreibers Wolfgang Scheidtweiler. Ab 1. Januar 2020 soll der Umweg über Scheidtweiler demnach wegfallen. Scheidtweiler selbst ließ kurz zuvor verlauten, dass sowohl die Familie Batista, als auch er selbst ein Angebot abgegeben hätten. Nicht aber, um sich gegenseitig in die Quere zu kommen – Scheidtweiler hätte auch weiterhin an die beiden Portugiesen verpachtet – sondern um die Chancen zu erhöhen. Dieses Konstrukt wird nun vereinfacht.

Das erleichtere unnötige Formalia und beschleunige Entscheidungsprozesse, erklärt Joao Batista nicht ohne zu betonen, dass die Zusammenarbeit mit Scheidtweiler stets "sehr gut" gewesen sei und man auch weiterhin miteinander arbeiten wolle. Doch noch sei nicht alles überstanden, beschwichtigt der Portugiese. Nun müsse noch der Pachtvertrag ausgehandelt werden, über dessen Inhalt die Brüder genaue Vorstellungen zu haben scheinen. Denn dieser müsse gewährleisten, dass die Betreiber auch in den kommenden Jahren noch bestehen können. Dafür seien nach Ansicht von Joao Batista einige Neuerungen nötig.

Erweiterung des Angebots im Schlosskeller gewünscht

"Wir hätten gerne den großen Schlosskeller, um unsere Vinothek und auch das kulturelle Programm zu erweitern", zeigt der Portugiese auf. Bislang werde der Keller für wenige Veranstaltungen im Jahr von der Stadt genutzt. Den Batistas reicht das nicht: "Das Museum bringt immer weniger Besucher. Um das auszugleichen, brauchen wir ständig neue Ideen", erklärt der Schlossrestaurant-Betreiber. Zwar sei das Schloss "etwas ganz Besonderes", aber Joao Batista sieht noch mehr Potenzial in der Örtlichkeit.

Auch die Außenbereiche wolle er verschönern und an den Wünschen seiner Kunden orientieren – beispielsweise mit einem Rosengarten. Zudem würden weitere der ohnehin schon abgezählten Kundenparkplätze auf dem Schlossberg neueren Brandschutzauflagen zum Opfer fallen. Schon jetzt begegnen die Batistas den erschwerten Anreise-Bedingungen mit zwei eigenen Shuttle-Fahrzeugen. "An sich wir sind sehr zufrieden", unterstreicht Joao Batista. "Wir müssen aber immer nach vorne blicken – einfacher wird es nicht." In den vergangenen 18 Jahren haben er und sein Bruder Isaac bereits bewiesen, dass sie es können.

Artikel bewerten
3
loading

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.