Über den Wald Neuenbürgs hinaus ragen der neue Antennenmast (links) und der Mast am Mörikeweg (rechts). Bürger sagen: "Es funken beide mit voller Kraft". Das war so nicht geplant. Foto: Schwarzwälder-Bote

Bürger klagen: Beide Funkmasten in Neuenbürg senden

Neuenbürg. Was hat es um die beiden Funkmasten in Neuenbürg in den vergangenen zwei Jahren bereits an Ärger gegeben. Bürger protestierten gegen den Bau eines zweiten Mastens. Dann wurde geregelt, dass der Mast am Mörikeweg abgebaut wird und die Antennen auf den zweiten Mast kommen.

Der Abbruch hat sich auf Mitte Februar verschoben. Bis Ende 2011 durfte der Mast am Mörikeweg noch funken, danach nicht mehr. So war es vertraglich geregelt, was Bürgermeister Horst Martin in mehreren Gemeinderatssitzungen bestätigte. Ein Doppelbetrieb beider Sendeanlagen war damit ausgeschlossen.

Dies passiere nun aber, berichtete Mechthild Rogge in der Bürgerfragestunde der jüngsten Gemeinderatssitzung. Zusammen mit den Familien Kißler und Reinmuth – allesamt Nachbarn des Masts am Mörikeweg – hatte sie eine Baubiologin mit Messungen beauftragt. Ergebnis: Die Sendeanlage am Mörikeweg, die eigentlich abgeschaltet sein soll, funke mit voller Kraft, bezieht sich Rogge auf das Gutachtern der Baubiologin. Die letzte Messung war am 4. Februar.

Zugleich sende der neue Mast im Wald – um ein Drittel starker, wie Eva Reinmuth sagt. "Damit haben wir die Parallelstrahlung, die wir befürchtet haben", sagt Rogge, "ich fühle mich geradezu bombardiert mit Funkwellen." Hermann Kißler bedauerte, dass die Stadtverwaltung nichts getan habe, um die Einhaltung der Vertragsbestimmungen zu kontrollieren: "Das ist doch eine Katastrophe." Bürgermeister Martin betonte, dass man davon ausgegangen sei, dass die DFMG sich an den notariellen Vertrag halte. Er sagte zu, dass die Stadt mit dem Messprotokoll der Baubiologin die Betreiberfirma der Masten konfrontieren wolle.

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