Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen Brand in einem Müll-Container vor einer gewerblichen Schule.Foto: Gress Foto: Schwarzwälder Bote

Kriminalität: Ermittler gehen von Vorsatz aus / Fahndung bringt keinen Erfolg

Pforzheim. Wussten da ein oder mehrere Täter nicht, was sie mit ihrer Zeit während der aktuellen Isolation aufgrund des Coronavirus anfangen sollen? Auf jeden Fall gibt es bessere Ideen, als fremdes Eigentum anzuzünden. So geschehen am frühen Mittwochmorgen in Pforzheim.

Dort kam es innerhalb einer guten Stunde gleich zu drei Bränden – die Polizei geht davon aus, dass allesamt mit Absicht gelegt wurden. Als Erstes erwischte es gegen 3 Uhr eine Schule. Die Polizei stellte laut Mitteilung fest, dass mehrere Mülleimer im Bereich eines Eingangs brannten. Die Flammen griffen demnach auf die Fassade eines Versorgungsganges über. Integrierte Glasbausteine wurden beschädigt, weshalb der Rauch ins Schulgebäude dringen konnte. Kurze Zeit später ging ein geparkter Mercedes in Flammen auf. Diese griffen auf eine Mülltonne und eine angrenzende Hausfassade über. Der Schaden hier liegt bei etwa 20 000 Euro, schätzen die Ermittler. Der dritte Brand ereignete sich im Garten einer Kindertagesstätte, wo eine Gartenhütte komplett ausbrannte – der Schaden hier liegt wohl bei rund 3000 Euro.

Die Polizei leitete laut eigenen Angaben sofort eine Fahndung ein und suchte mit mehreren Streifenwagen nach dem oder den Tätern. Bislang aber ohne Erfolg. Auch konkrete Täterhinweise blieben aus. Die Kriminalpolizei ermittelt nun in dem Fall.

Erst Ende vergangenen Jahres hat im Raum Pforzheim und im Enzkreis ein Feuerteufel sein Unwesen getrieben. Einem 24-Jährigen wird vorgeworfen, 15 Autos angezündet zu haben.

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