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Neuenbürg/Birkenfeld Strengere Vorgaben für Müller Fleisch

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Das Arbeiterwohnheim in der Wildbader Straße bleibt im Fokus der Anwohner und der Behörden. (Archivfoto) Foto: Jänsch

Neuenbürg - Erneut ist das Wohnheim in der Wildbader Straße in Neuenbürg Thema in der Gemeinderatssitzung. Doch trotz strengerer Vorgaben dürfte sich wohl kaum etwas ändern.

Schon des Öfteren war das Neuenbürger Arbeiterwohnheim in der Wildbader Straße wegen seiner Unterbringungssituation im Fokus – besonders nach dem Corona-Ausbruch beim Birkenfelder Unternehmen Müller Fleisch. Denn auch in Neuenbürg sind osteuropäische Leiharbeiter für den fleischverarbeitenden Betrieb zu Hause. In der vergangenen Gemeinderatssitzung erkundigte sich eine Anwohnerin, wie schon häufiger zuvor, über die aktuellen Belegungszahlen in dem Wohnheim.

"Da wird sich wohl nicht viel ändern", antwortete Neuenbürgs Hochbauamtsleiter, Clemens Knobelspies. Zwar habe es inzwischen einen Runderlass gegeben, der die Unterkunftsbedingungen detailliert habe. So müssten jedem Bewohner mindestens acht Quadratmeter Platz zur Verfügung stehen und es müsse pro 50 Bewohner ein Quarantäneraum zur Verfügung stehen. "Dieser Runderlass ist quasi jetzt geltendes Recht", so Knobelspies.

Bis zu acht Bewohner leben zusammen in einem Raum

Und trotzdem, so schätzt er, wird es keine signifikanten Veränderungen dadurch geben. "Es ist trotzdem noch möglich, dass mehrere Personen in einem Raum untergebracht sind" – in Neuenbürg wohl bis zu acht Bewohner. "Vielleicht wird es in dem ein oder anderen Zimmer eine Person weniger werden. Ansonsten hat sich da bisher nichts getan", erklärt der Hochbauamtsleiter.

Für Leiharbeiter, die bei der Firma Müller Fleisch beschäftigt sind, sind die Vorschriften allerdings strenger geregelt, erklärt die Gesundheitsamtsleiterin des Enzkreises, Brigitte Joggerst. "Direkt gegenüber den Betreibern des Arbeiterwohnheims in Neuenbürg wurden keine Auflagen erlassen. Allerdings wurde die Firma Müller Fleisch GmbH dazu verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass ihre Mitarbeiter – unabhängig davon, ob sie bei einem Subunternehmer angestellt sind – nicht mehr in Mehrbettzimmern untergebracht werden."

Unternehmen hat Vorgaben umgesetzt

So sei die Reduzierung der Zimmerbelegung zum 22. Juni auf maximal zwei Personen gefordert gewesen. Eine Mehrfachbelegung von Schlafräumen für Partner beziehungsweise enge Familienangehörige sei aber nach wie vor zulässig. Von Müller Fleisch heißt es dazu: "Die vereinbarte Zimmerbelegung wird nach den uns vorliegenden Informationen eingehalten." Auch Joggerst sagt, dass das Unternehmen die Vorgaben umgesetzt hat.

Damit das funktioniere, habe Müller Fleisch die für sie tätigen Dienstleistungsunternehmen zur Einhaltung der Standards verpflichtet. Und deren Einhaltung werde kontrolliert, so das Unternehmen. "Für die Kontrollen in den Unterkünften sind die Dienstleister verantwortlich. Das ist rechtlich auch gar nicht anders möglich", erklärt Müller Fleisch. Allerdings führe auch Müller Fleisch in Absprache mit den Dienstleistern und in deren Anwesenheit stichprobenartig Kontrollen durch. Müller Fleisch habe "hohes Interesse daran, dass Beschäftigte des Unternehmens gut untergebracht sind".

Und die strengeren Vorgaben gelten zunächst einmal bis auf Weiteres. "Die Anordnungen gelten grundsätzlich unbefristet; sie werden bei Bedarf, zum Beispiel bei Veränderungen der infektionsepidemiologischen Lage angepasst", erklärt die Leiterin des Gesundheitsamtes Enzkreis.

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