Um die neue Wohnsiedlung Reichenhalden zu realisieren, muss die Gemeinde zunächst das Areal dafür kaufen. Der Zeitplan für die Umsetzung nimmt konkretere Formen an.
Empfingens Bürgermeister Ferdinand Truffner hatte die Realisierung einer neuen Wohnsiedlung Reichenhalden im vergangenen Dezember als „den Beginn eines Marathons“ beschrieben. Denn dort, wo am Ortseingang Empfingens von der Autobahn herkommend die Siedlung Reichenhalden auf einem Areal der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BimA) befindet, soll in einigen Jahren etwas ganz anderes stehen: Ein Wohnquartier, in dem das soziale Miteinander eine große Rolle spielen soll. Entsprechend des städtebaulichen Konzepts werden die Häuser rund um sogenannte Wohnhöfe errichtet. Unter anderem sollen „Blumenhöfe“ zu einer aktiven Nachbarschaft beitragen. In unmittelbarer Nachbarschaft des Festplatzes und des Gewerbegebiets Autobahnkreuz soll die neue Siedlung in einigen Jahren rund 260 neue Wohneinheiten zu bieten haben.
Neuer Ortseingang
Was für die zukünftigen Bewohner der neuen Quartierssiedlung nach einem vielversprechenden Konzept klingt, ist für die Gesamtgemeinde eine Art neue Visitenkarte. Denn aus der aktuell eher wenig einladend erscheinenden Siedlung – derzeit besteht Reichenhalden aus 15 teilweise maroden Wohngebäuden – würde ein Ortseingang werden, der sich sehen lassen könnte. Bürgermeister Truffner spricht von einem „Jahrhundertprojekt“ für Empfingen.
Jetzt kann Truffner weitere Fortschritte beim Jahrhundertprojekt vermelden. Unserer Redaktion bestätigt er, dass es in der vergangenen Woche Gespräche zwischen der Gemeindeverwaltung und der BimA gegeben hat. Truffner sagt: „Wir haben uns bezüglich Gutachten und Zeitplan abgestimmt und die BimA auf den aktuellen Stand geholt.“ Und es gibt weitere Details im Zeitplan des Projekts: „Der Aufkauf des Geländes ist für 2027 anvisiert“,sagt Truffner.
Gutachten an der Reihe
Die Gutachten zu den Abrissen des aktuellen Gebäudebestands, zu Erschließung und Energieversorgung seien in Abstimmung und würden zeitnah durch die Verwaltung beauftragt, teilt der Bürgermeister mit.
Noch offen ist hingegen der Kaufpreis für das Siedlungsareal. Truffner sagt: „Der Preis wird erst im Gutachten geklärt, das dauert.“
Die Gemeinde arbeitet bei der Planung der neuen Wohnsiedlung mit dem Architekturbüro K9 und Landschaftsarchitekten von Faktorgrün zusammen. Im Dezember 2025 hatte der Gemeinderat das städtebauliche Konzept beschlossen.