Ein landesweites Modellprojekt startet im Refugio in Hechingen: Neue Methoden bei ehrenamtlichen Deutschkursen für Geflüchtete werden erprobt.
Neue Methoden bei ehrenamtlichen Deutschkursen für Geflüchtete werden erprobt. Es geht darum, Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen individuell zu fördern.
Gute Nachrichten für die Sprachförderung: Das Hechinger Integrationszentrum Refugio hat den Zuschlag für ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes Modellprojekt der Sprachförderung für Geflüchtete erhalten. Unter dem Titel „Freiarbeit in der Refugio-Sprachschule“ wird ein neuer, individueller Ansatz im ehrenamtlichen Deutschunterricht erprobt.
Hintergrund des Projekts sind die sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Teilnehmenden an den Deutschkursen: Menschen mit geringer Bildung, mit psychischer Belastung oder Mütter mit Kleinkindern werden von den üblichen lehrbuchorientierten Kursen kaum erreicht. Gleichzeitig fehlen Angebote zur gezielten Förderung leistungsstarker Lernender.
Flexible Lernmethode
Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer flexiblen Lehrmethode, die durch Freiarbeit und individuelle Lernpläne einen schnelleren und nachhaltigeren Spracherwerb ermöglicht. Persönliche Lernbegleitung, differenzierte Materialien, digitale Lernangebote sowie praktische Sprachanwendung im Alltag fördern Eigenverantwortung und Lernerfolg.
Auch Lernende ohne Lese- und Schreibkenntnisse sollen ohne Druck und Scheu einsteigen können, während andere gezielt weiter gefördert werden. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.
Workshop zum Auftakt
Zum Auftakt lädt das Refugio am Samstag, 7. Februar, von 17 bis 19 Uhr zu einem Workshop ein. Eingeladen sind alle, die sich vorstellen können, sich bei dem Projekt als ehrenamtliche Lehrkraft oder Lernbegleiterin einzubringen. Die Einsatzzeiten und Aufgaben, so heißt es in der Pressemitteilung, können an die individuelle Verfügbarkeit angepasst werden. Besonders eingeladen sind darüber hinaus Personen, die aus einem anderen Kontext bereits Erfahrung mit Freiarbeit haben und bereit sind, diese Erfahrung an die ehrenamtlichen Lernbegleiter weiterzugeben.
So kann man sich anmelden
Anmeldungen für den Workshop sind bis zum Montag, 2. Februar, per E-Mail an info@ak-asyl-hch.de möglich.