Das Wassertretbecken neben dem Bürgerhaus wurde durch LEADER-Mittel finanziert. Am Samstag wird das Kneippbecken seiner Bestimmung übergeben. Foto: Marschal

Der erste Schritt hin zur neuen Dorfmitte ist getan: Das Wassertretbecken neben dem Bürgerhaus soll künftig ein Treffpunkt für die Täbinger sein.

Einst war die Täbinger Ortsmitte mit Backhaus, Waaghäusle und Milchhaus ein Treffpunkt für die Einwohner, die während der Arbeit miteinander in Kontakt gekommen sind. Doch mit dem Rückgang der Landwirtschaft wandelte sich auch die Ortsmitte. In den späten 1970er-Jahren wurden Back- und Milchhaus abgerissen und mit ihnen Orte der Zusammenkunft. Die Ortsmitte verwaiste mehr und mehr.

 

Der Ortschaftsrat mit Ortsvorsteher Daniel Jäschke möchte wieder Leben in die Ortsmitte bringen und für die Täbinger Orte der Begegnung schaffen. Einer ist nun fertiggestellt und wird am kommenden Samstag seiner Bestimmung übergeben. Dank LEADER-Fördermitteln wurde neben dem Bürgerhaus ein Wassertretbecken geschaffen, das vor allem an heißen Tagen Abkühlung verschafft.

Das Wassertretbecken fasst zwei Kubikmeter Wasser. Foto: Marschal

Im vergangenen Sommer hat das Projekt bei der Auswahl für das Regionalbudget von Leader den Zuschlag bekommen. Das Kneippbecken kostete 20 000 Euro, wovon 80 Prozent von LEADER gefördert wurden. Der Eigenanteil wurde aus dem angesparten Budget des Ortschaftsrats gedeckt.

Die Wassertretanlage mit Betonfundament und einem Becken aus Edelstahl wurde im vergangenen Herbst gebaut und Ende November fertiggestellt. Doch Wasser wurde erst in den vergangenen Tagen eingelassen.

Ort der Begegnung

Versorgt werden das Tretbecken und der direkt benachbarte Brunnen von versickertem Wasser, das über die Esch in die Ortsmitte gelangt. Weil die vergangenen Wochen sehr trocken waren, wird noch extra Wasser aufgefüllt. Das Becken fasst rund zwei Kubikmeter Wasser. Um die Pflege des Beckens kümmert sich die Ortschaftsverwaltung, erklärt Jäschke. Alle drei Wochen sollte es gereinigt werden. Das Kneippbecken soll in erster Linie den Täbingern als Ort der Begegnung dienen und an heißen Tagen für Abkühlung sorgen. Doch auch Ausflügler auf dem Schlichemwanderweg, der an Täbingen vorbeiführt, profitieren von der Anlage. Die Bushaltestelle liegt ganz in der Nähe, ebenso die Rastplätze auf der Esch.

Als nächstes ist das Waaghäusle dran

Das Wassertretbecken ist nur ein Baustein des Projekts „Neue Dorfmitte“. Als nächstes soll dem Waaghäusle gegenüber des Bürgerhauses neues Leben eingehaucht werden. Die Bewerbung bei LEADER sei bereits eingereicht, doch ob Täbingen bei den Fördergeldern erneut berücksichtigt wird, ist laut Jäschke fraglich. Bei einer Ablehnung werde man andere Wege finden, das denkmalgeschützte Waaghäusle zu ertüchtigen. Aktuell befindet sich in dem Häuschen ein Defibrillator und ein Bücherschrank. Das soll auch so bleiben, doch darüber hinaus soll es begehbar gemacht werden und darin ein Automat zur Nahversorgung untergebracht werden. In unmittelbarer Nähe zum Wassertretbecken könnten die Täbinger am Automaten die Getränke und Snacks zum Kneipperlebnis holen.

Die Einweihung des Wassertretbeckens findet am kommenden Samstag, 5. Juli, ab 10 Uhr beim Bürgerhaus statt. Neben einleitenden Worten von Bürgermeister Thomas Miller und Ortsvorsteher Daniel Jäschke besteht die Gelegenheit zum Gespräch mit den Projektbeteiligten und Ortschaftsräten. Es wird bewirtet mit Burgern und Getränken. Bei sommerlichen Temperaturen bietet sich an, das Kneippbecken direkt auszuprobieren.