Nach mehr als zwölf Jahren im Kinzigtal wechselt der evangelische Geistliche ab 1. September ins Hanauer Land. Dort soll er das Zusammenwachsen der Gemeinden begleiten. Seine Stelle soll spätestens 2026 nachbesetzt sein.
Christian Maeyer war seit März 2013 Pfarrer der evangelischen Kirche in Haslach. „Mehr als zwölf Jahre engagierte er sich als Seelsorger, Prediger, Religionslehrer und Geschäftsführer für die Gemeinde und das Jugend- und Freizeitheim Fehrenbacherhof“, schreibt das evangelische Dekanat Ortenau in einer Pressemitteilung. Seit fünf Jahren war er darüber hinaus im Kirchenbezirk Ortenau für Projekte für Fundraising und Beziehungspflege verantwortlich. Nun wechselt er zum 1. September 2025 auf eine neue Stelle: Als Pfarrer mit Schwerpunkt Geschäftsführung soll er im Kooperationsraum der evangelischen Kirche im Hanauer Land mit den dortigen Kollegen und Dekan Oliver Wehrstein das Zusammenwachsen der Gemeinden und deren verstärkte Zusammenarbeit untereinander begleiten.
Meyer stammt ursprünglich aus Oberbayern und machte sein Abitur in Traunstein. Nach dem Abitur absolvierte er in Frankreich an der Atlantikküste in einer Einrichtung der Diakonie seinen Zivildienst. Theologie studierte er in Heidelberg. Ein Auslandsjahr brachte ihn nach Santiago de Chile an die dortige päpstlich-katholische Universität.
Auch im Marketing arbeitete er kurzzeitig
Nach dem Examen arbeitete er im Bereich Public Relations und Marketing, zuletzt bei einem größeren internationalen Unternehmen im Kinzigtal. In Offenburg absolvierte er dann mein Vikariat in der Auferstehungsgemeinde. Dekan Frank Wellhöner war es, der Meyer vorschlug, die vakante Stelle in Haslach zu übernehmen. Seit 2015 wohnte Meyer mit seiner Familie in Haslach. „Die letzten zwölf Jahre hier in ,Hasle’ waren eine sehr schöne, reiche und spannende Zeit für mich. Ich durfte unzählige Menschen kennen lernen und bei wichtigen Ereignissen ihres Lebens begleiten“, erzählt Meyer unserer Redaktion.
Zusammen sei viel erreicht worden – für die Gemeinde, für die Ökumene und den Fehrenbacherhof. „Es fällt mir wirklich nicht leicht, die Geschicke der Gemeinde nun in andere Hände abzugeben“, gibt Meyer zu, doch die Kirche und Gemeinden durchliefen gerade große Veränderungen.
„Aufgrund leider zwingender Einsparungen und fehlendem Personal werden viele Gemeinden sich in ihrer Zusammenarbeit miteinander neu organisieren. Diese Veränderungen will ich zusammen mit den Kollegen und den Engagierten in den Gemeinden im Kooperationsraum Hanauerland theologisch und organisatorisch begleiten und gestalten“, erklärt Meyer die Gründe für seinen Weggang.
Seine Familie und er bleiben dem Kinzigtal aber dennoch erhalten – zumindest privat. Die Meyers wollen weiter in Haslach wohnen; der Pfarrer beabsichtigt, ins Hanauer Land zu pendeln und jeden Abend nach Haslach zurückzukehren. „Ab September werde ich mich mit den Kollegen und unserem Dekan abstimmen und organisieren. Dann wird sich zeigen, welche Aufgaben ich auch im Homeoffice im Kinzigtal erledigen kann“, so Meyer.
Ab 1. September wird die Stelle ausgeschrieben
Die Haslacher Pfarrstelle soll so bald wie möglich wieder mit einer Hundert-Prozent-Stelle neu besetzt werden. Ab dem 1. September soll die Stelle ausgeschrieben werden. „So kann sich jeder Pfarrer erst einmal auf die Stelle bewerben. Wer mag, kann sich ab sofort bei Dekan Rainer Becker melden“, so Meyer. Darüber hinaus sollen alle Engagierten, aber auch Dekane, einzelne Kollegen angesprochen werde. „Ich hoffe, dass die Gemeinde schon im Laufe des Jahres 2026, mit etwas Glück vielleicht sogar früher, eine einen neuen Pfarrer findet“, sagt Meyer, der betont: „Es ist eine schöne und attraktive Pfarrstelle hier in Haslach zu vergeben.“
Wunsch für Nachfolger
„Ich bin mir sehr sicher, dass die Haslacher meinen Nachfolger ebenso herzlich und mit offenen Armen empfangen werden wie mich vor zwölf Jahren“, meint Meyer. Die Menschen hier habe er stets offen und kooperativ erlebt. So wird die oder der, welche die Haslacher Pfarrstelle übernehmen, sicher eine gute, gesegnete und wirkungsvolle Zeit hier erleben.