Für die Zinzendorfschule ist eine moderne Sporthalle mit weiteren Klassenräumen geplant. Der Entwurf überzeugt – doch für das Projekt sind Vorkehrungen nötig.
Pläne für eine neue Sporthalle samt Klassenzimmern stellte die Zinzendorfschule im Ortsteilausschuss vor. Nötig dafür ist die Verlegung eines Abwasserkanals.
Der Wunsch nach mehr Platz bestehe schon lange, so Verwaltungsleiter Tobias Banholzer, und werde mit aktuell 72 Sportstunden in der Grundschulhalle, 51 in der bisherigen Sporthalle, sechs im Rhythmikraum sehr benötigt.
Auch Lehrräume stoßen an der Kapazitätsgrenze.
Wirkt kleiner als es ist
Laut Michael Eichmann von Hotz Architekten soll die zweigeschossige Halle mit 52 auf 41 Meter verträglich ins Grundstück eingepasst, das Untergeschoss in den von West nach Ost um vier Meter abfallenden Hang eingegraben werden, so dass sie von oben eingeschossig wirkt. Mit der Dachoberkante bleibe man unterhalb bestehender Traufen, binde den recht großen, modernen Baukörper mit viel Mehrwert für Sport und Pädagogik harmonisch ein.
Das Untergeschoss mit Geräteraum, Umkleiden und der in drei Bereiche teilbaren Sporthalle sei wegen möglichen Hochwassers als Massivbau mit separatem Eingang geplant. Das Erdgeschoss mit vier Klassenräumen und einem Lernflur solle im Osten möglichst großzügig verglast und in nachhaltiger Holzbauweise errichtet werden, der Eingang eine Vordachsituation bieten, der Campus schattenspendende Bäume erhalten, 20 Stellplätze im Süden bisher vorhandene, kreisförmig angeordnete ersetzen, Garagen und die Hausmeisterei im Norden angesiedelt sein.
Link gefällt der Entwurf
Um den Zugang zu einem vorhandenen Abwasserkanal zu gewährleisten, würde der auf Kosten des Bauherren verlegt. Das sei aus technischer Sicht absolut zu empfehlen, so Tobias Meyer von BIT-Ingenieure. Der Abwasserzweckverband sehe keine Probleme, so Bürgermeister Fritz Link, der von einem gelungenen städtebaulichen, sich in idealer Weise einfügenden Entwurf sprach.
Franziska Hornscheidt mahnte die Berücksichtigung eines von Schülern genutzten Trampelpfades zum Edeka an, sprach von gefährlichen Situationen mit Autofahrern. Man werde eine Lösung finden, versprach Eichmann. Auf Nachfrage von Sigrid Fiehn erklärte Schulleiterin Erdmuthe Terno, dass man die bisherige Sporthalle nicht abreißen will.
Beate Meier fragte nach der Nutzung geplanter Zisternen als Löschwasserbehälter für die Feuerwehr. Das gesammelte Grauwasser soll laut Eichmann der Bewässerung der Grünanlagen dienen, darüber hinaus gepuffert in den Kanal geleitet werden. Die Löschwassernutzung müsse man abklären. Laut Link wird das schon andernorts in der Gemeinde praktiziert.
Der Ausschuss sprach sich einstimmig für das Projekt samt Verlegung des Kanals aus.