Der "Feuernachtstraum" mit Musik. Naturfeuerwerk und einer Theateraufführung (Bild) über eine Gruppe Männer und Frauen, die aus Angst vor der Pest auf das Land flieht, war der Höhepunkt im Sommerprogramm der Simmersfelder Kulturwerkstatt. Alle drei Vorstellungen waren ausverkauft. Foto: Köncke

Kulturwerkstatt: Neues Spielzeit startet am 9. Oktober mit "Poems on the Rocks"

Die Kulturwerkstatt Simmersfeld eröffnet die Spielzeit nach der Sommerpause mit einer poetischen Zeitreise durch die Rockgeschichte – und das Regionentheater aus dem schwarzen Wald mit der Komödie über ein streitsüchtiges Ehepaar.

Simmersfeld. Nach "Cabanaz" mit einer erfrischenden Mischung aus Jazz, Latin und Funk, dem Auftritt von "Dr. Mablues" mit bläserbetontem Blues-, Rock- und Soul-Rhythmen, der Band "Fools Garden" mit ihrem Welthit "Lemon Tree" und als Höhepunkt der "Feuernachtstraum" mit Theater, Musik und Naturfeuerwerk – alle drei Vorstellungen waren ausverkauft – bereitet sich die Kulturwerkstatt auf die nächste Spielzeit vor. Eröffnet wird das Programm am Samstag, 9. Oktober, mit "Poems on the Rocks". Serviert werden Perlen dieser Musikrichtung aus vergangenen Jahrzehnten, ergänzt durch Übersetzungen der englischen Titel durch einen Schauspieler und einer songbezogenen Videoshow im Hintergrund des Festspielhauses. Eine Woche später schlagen die "freilaufende Komiker" Otto Kuhn, Michael Gaeth und Roland Baisch in Simmersfeld auf. KGB präsentiert, laut Vorankündigung den "musikalisch-artistischen Wahnsinn" mit Dressuren, Opernarien, Gesängen, Tanzeinlagen, missratene Gags und hochprozentiger Schleuderbrettakrobatik. Die Zuschauer dürfen sich bei "Der Rubel rollt" auf eine der ausgeflipptesten Comedyshows der Republik einstellen.

Am 30. Oktober erklingt Kammermusik der anderen Art im Festspielhaus. Vier Musiker aus vier Nationen vereinen im 2013 gegründeten, klassischen Feuerbach-Quartett mit großer Spielfreude Led Zeppelin, Beethoven, Punkrock und Michael Jackson. Bei den Beatles wird gesungen, zu Ed Sheeran geklatscht und bei Rammstein gesungen.

Das Regionentheater aus dem Schwarzen Wald ist mit der Kulturwerkstatt freundschaftlich verbunden. Im Festspielhaus wird für Produktionen geprobt, dort findet in der Regel die Premierenvorstellung statt, bevor es mit den Profi-Schauspielern und Regisseur Andreas Jendrusch auf Tournee durch Deutschland und ins benachbarte Ausland geht.

Das Ensemble startet am Freitag, 24. September mit der Komödie "Das Ende vom Anfang". Harry und Lizzie liegen sich bei der Frage, wer wohl die schwerere Arbeit verrichten müsse, in den Haaren. Sie beschließen, die Rollen zu tauschen. Sie mäht die Wiese, er erledigt den Haushalt und freut sich über einen einfältigen Nachbarn, der ihr dabei hilft. Allerdings zerschmettert er beim Abwasch allerlei Geschirr. Ob sie nach weiteren, häuslichen Katastrophen ihr Experiment beenden? Aufgeführt wird die Neuinszenierung "Das Ende vom Anfang" am 24. September ab 20.30 Uhr und am 26. September ab 18 Uhr im Festspielhaus. "Ich fühle mich wie Anne Frank" ist ein Politikstück das am Freitag, 22. Oktober, ab 20.30 Uhr und am Sonntag, 24. Oktober, ab 18 Uhr im Festspielhaus aufgeführt wird. Beleuchtet wird 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und welchen Anfeindungen, Hasskommentaren im Netz und öffentlich geäußerten Rassismus jüdische Menschen im Alltag ausgesetzt sind.

Erneut auf dem Spielplan des Regionentheaters stehen wegen großer Nachfrage das Koboldabenteuer "Meister Eder und sein Pumuckl" (Freitag, 15. Oktober, 16 Uhr), "Das Sams" über ein quirliges, respektloses aber sehr liebenswertes Wesen (Freitag, 12. November, 26 Uhr) und die Komödie "Kunst" (Donnerstag, 4. November, 20.30 Uhr) über ein umstrittenes, weißes Gemälde, an dem eine Männerfreundschaft zu zerbrechen droht.

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