Der Blick von der Ruine Schenkenburg Foto: Albverein

Der Epfendorfer Albverein sieht sich mit einer neuen Situation konfrontiert und nimmt das zum Anlass, auf seine „Aushängeschilder“ zu verweisen und an die Bürger zu appellieren.

Zu ihrer Glanzzeit hatte die 1963 gegründete Epfendorfer Albvereins-Ortsgruppe 350 Mitglieder. „Hiervon ist man nun meilenweit entfernt. Durch die aktuellen Ereignisse ist eine komplett neue Situation entstanden“, teilt der Verein mit.

 

Momentan hielten noch rund 80 Mitglieder dem Albverein die Treue. „Grund genug, den Verein zu erhalten. Schließlich gibt es im Albvereinsgebiet jede Menge Ortsgruppen, die mit weniger Mitgliedern sehr gut funktionieren“, heißt es vom Albverein, der als sein „Aushängeschild“ das beliebte „Vereinsheim“, die Harzwaldhütte, nennt.

Gymnastik-Gruppe als Aushängeschild

„Diese bleibt beim Albverein. Es gibt einen gültigen Vertrag zwischen Gemeinde und Albverein Epfendorf“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Hütte gehöre demnach der Gemeinde, der Albverein habe aber das alleinige Nutzungsrecht. „Erst wenn die Ortsgruppe einmal aufgelöst werden sollte, geht die Hütte an die Gemeinde. Diese kann dann mit einem Nachfolgeverein über die weitere Nutzung verhandeln“, heißt es weiter.

Das zweite Aushängeschild sei die Gymnastik-Gruppe, die sich donnerstags treffe. Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehöre sie zum Albverein und werde auch weiterhin von ihm weitergeführt.

Ruine gehöre der Ortsgruppe

Die Ruine Schenkenburg gehöre der Ortsgruppe Epfendorf – nicht dem Hauptverein in Stuttgart. So stehe es im Grundbuch.

Die ortsbildprägende Käppeleshalde werde weiterhin vom Albverein betreut. Das größte Naturschutzgebiet im Kreis Rottweil, die Schlichemklamm und das malerische Schlichemtal, würden vom zuständigen Naturschutzwart des Albvereins betreut. „Auch die vielen vom Albverein ausgeschilderten Wanderwege im Bereich des Epfendorfer Albvereins werden weiterhin von Manfred Diechle und den zahlreichen Wegepaten betreut und frei gehalten“, wird weiter mitgeteilt.

Der Albverein sei nun im Besonderen auf die Mithilfe bewährter und auch neuer Mitglieder und Helfer angewiesen. „Es gibt nach wie vor viel zu tun – und ohne entsprechende Unterstützung kann heute kein Verein mehr auskommen. Interessierte Mitbürger und auch Neubürger von Epfendorf sind eingeladen, sich beim Albverein einzubringen“, wirbt der Verein um Mitglieder. Am Freitag, 23. Januar, kommen die Mitglieder um 18 Uhr zur Hauptversammlung im Epfendorfer Sportheim zusammen. Dabei stehen neben Berichten auch Wahlen und Ehrungen auf der Agenda.