Der Gemeinderat Seewald stimmte mehrheitlich für die Installation von zeitgemäßen Sirenen. (Symbolfoto) Foto: © Maren Winter - stock.adobe.com

Sollte der Förderantrag durchgehen und die Gemeinde Seewald rund 80 Prozent der veranschlagten 81 000 Euro zugesichert bekommen, will sie zeitgemäße Sirenen installieren lassen.

Funktionierende Sirenen sind für die Sicherheit einer Gemeinde von zentraler Bedeutung, um die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen. Wenn andere Kommunikationswege wie Mobilfunknetze oder Stromversorgung ausfallen, können Sirenen ein wichtiges Mittel sein, um vor akuter Gefahr zu warnen.

 

Mehrheitlich mit einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat Seewald in seiner jüngsten Sitzung die Installation von zeitgemäßen elektronischen Sirenen für die gesamte Gemeinde zu beauftragen, sofern eine Förderzusage eingeht.

Kosten von rund 81 000 Euro brutto

Die Kosten liegen laut Angebot durch die Firma Hörmann Warnsysteme GmbH bei rund 81 000 Euro brutto, mit dem Landes-Sonderförderprogramm Sirenen 2025 würde die Erneuerung der Sirenen mit rund 80 Prozent bezuschusst werden, sofern die Gemeinde eine Förderzusage erhält.

Seewalds Bürgermeister Dominic Damrath wies besonders auf lokale Ereignisse hin, vor denen mittels Sirenen gewarnt werden könne.

Kämmerer Erik Beckmann sprach von einem wichtigen kommunalen Baustein, denn das aktuelle Sirenennetz der Gemeinde Seewald sei nicht mehr so solide aufgestellt. „Wir sollten die Gesamtgemeinde mit neuen digitalen Sirenen ausstatten. Wir finden es sehr wichtig, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten“, sagte Beckmann.

Auf kommunalen Gebäuden

Die neuen Sirenenanlagen sollen auf Gebäuden und an Stellen errichtet werden, die sich im kommunalen Eigentum befinden.

Gemeinderat Karl Lutz (Vereinigter Seewald) sprach im Hinblick auf die Sirenen von Einrichtungen aus dem letzten Jahrhundert. Er tue sich schwer damit, nun für neue zu stimmen.

„Ich halte Sireneneinrichtungen heute nicht mehr für sinnvoll“, sagte Gemeinderat Martin Rebstock (Vereinigter Seewald).

Eine „unverzichtbare Maßnahme“

Anders sah es Maximilian Stein (Vereinigter Seewald), der von einer unverzichtbaren Maßnahme sprach, die man brauche. Alles andere wäre grob fahrlässig.

Gemeinderat Simon Pfeifle (Vereinigter Seewald) fragte, ob nicht nach und nach die Sirenen ersetzt werden könnten.

„Ich schlage vor, wir nehmen das Angebot der Firma Hörmann an, unter der Bedingung, dass der Förderantrag durchgeht“, sagte Bürgermeister Dominic Damrath abschließend.