Moderne Sirenenanlagen werden künftig auch in Baiersbronn aufgestellt. Foto: Patrick Pleul/dpa

Die alten sind in die Jahre gekommen, manche Teilorte haben sogar keine: In Baiersbronn werden neue Sirenen installiert. Fünf Standorte kommen hinzu.

Angesichts der weltpolitischen Lage und zunehmender Wetterextreme wird der Katastrophenschutz auch in der Region immer relevanter. Blöd nur, dass er fast überall weggespart wurde. So auch in Baiersbronn.

 

Der Katastrophenschutz war deshalb auch Thema im Gemeinderat. 16 neue Sirenen sollen kommen, und die sind auch bitter nötig. Mehrere Standorte seien abgebaut worden, in Friedrichstal und Baiersbronn befinde sich aktuell auch keine Sirene mehr, wurde unter anderem während der Sitzung erläutert.

Dass die Sirenen aufgebaut werden sollen, ist bereits beschlossene Sache. Im aktuellen Beschluss ging es daher nur um die Frage, wer den Auftrag bekommt. Dieser geht nach Willen des Gemeinderats für den Preis von knapp 166 000 Euro nun an die Firma Fischer aus Freudenberg (Oberpfalz).

Förderung doch noch bewilligt

Im Herbst 2021 habe sich die Gemeinde laut Beschlussvorlage bereits um eine Förderung beworben. „Das erwähnte Förderprogramm war zu Beginn mehrfach überzeichnet, so dass die Gemeinde Baiersbronn nicht unmittelbar mit einer Förderung bedacht wurde“, heißt es von der Verwaltung weiter.

Der Förderantrag sei auf Rat des Regierungspräsidiums Karlsruhe dennoch aufrechterhalten, und im Juli 2025 schließlich genehmigt worden. Die Gemeinde kann mit etwa 163 000 Euro aus dem Fördertopf rechnen. Das Geld kann für 15 Sirenenanlagen abgerufen werden, die höchste Einzelsumme pro Standort liegt bei 10 850 Euro.

Schallprognosen an den Standorten

Neben der Umrüstung von zehn Anlagen auf die aktuelle Technik werden an fünf Standorten zum ersten Mal Sirenen errichtet. Diese werden sich dann in der Wilhelm-Heusel-Straße, am Richard-von-Weizsäcker-Gymnasium, an der Schwarzwaldhalle, am Bauhofgebäude und am Feuerwehrgerätehaus in der Öchslestraße befinden.

Insgesamt sind im Haushalt 270 000 Euro für die Maßnahme eingeplant, zusätzlich zu den knapp 160 000 Euro aus der Förderung. Für die Standorte sei laut Verwaltung eine Schallprognose erstellt worden.