Viele Probleme hatte es beim Versuch im Jahr 2022 gegeben, den Übergang über die Brücke zwischen Schuttern und Kürzell für Radfahrer sicherer zu gestalten. Die temporäre Ampelanlage wurde wieder abgebaut. Jetzt werden Piktogramme aufgebracht.
Für die Sicherheit der Radfahrer auf der Landstraße 118 – vor allem über die Autobahnbrücke – zwischen Schuttern und Kürzell wird schon lange nach einer guten Lösung gesucht. Mit diesem erklärten Wunsch sowohl aus Friesenheim als auch aus Meißenheim sind die Gemeinden beim Regierungspräsidium Freiburg vorstellig geworden. Es wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt und im Herbst 2022 gab es für drei Monate einen Verkehrsversuch – der jedoch nicht zufriedenstellend war.
Jetzt sollen Piktogramme an der L 118 zwischen Kürzell und Schuttern für mehr Sicherheit für Radfahrer sorgen. Das haben Vertreter des Landratsamts, der Polizei, der Gemeinden und des Regierungspräsidiums Freiburg (RP) im Mai vereinbart.
Die Markierung am rechten Fahrbahnrand soll die Verkehrssituation der Radfahrer beim Überqueren der A 5 verbessern. Die Piktogramme werden auf dem 600 Meter langen Abschnitt der Landstraße zwischen dem Sportplatz Kürzell im Westen und der Einmündung der Einsteinallee im Osten aufgebracht werden und auf den jeweils bergauf führenden Passagen auf den Radverkehr aufmerksam machen.
Der Verkehrsversuch des RP im Herbst 2022 ist von der Hochschule Karlsruhe wissenschaftlich begleitet worden und sollte die Lücke der Radwegverbindung zwischen Meißenheim und Friesenheim schließen und so die Sicherheit für Radfahrer verbessern. In dieser Zeit war der südliche Fahrstreifen der Landstraße für den Rad- und Fußverkehr freigegeben, während der Kfz-Verkehr den nördlichen Fahrstreifen im Wechsel mit Hilfe einer Ampelschaltung nutzte.
Gerade zu Beginn kam es mehrfach zum – teils gefährlichen – Verkehrschaos und unzählige Bürger, die die neue temporäre Ampelanlage verärgerte, beschwerten sich mit blanken Nerven bei den jeweiligen Gemeindeverwaltungen. Das RP reagierte, justierte nach, der Ärger verschwand aber dennoch nicht gänzlich. Die Datenerhebung durch Befragungen der Radfahrer, verschiedene Messungen sowie Videoaufnahmen sind im Dezember 2022 abgeschlossen worden.
„Der Versuch hat in Teilen zu einer Verbesserung der Verkehrssituation geführt, war allerdings auch mit Einschränkungen verbunden“, resümierte das RP nach den drei Monaten. Daher habe die Behörde in Absprache mit den Beteiligten entschieden, die erprobte Regelung nicht dauerhaft einzurichten und nach weiteren Lösungen zu suchen. Jetzt habe man sich darauf geeinigt, den Straßenabschnitt mit Piktogrammen zu markieren.
Abschlussbericht
Den Abschlussbericht des Verkehrsversuchs hat das Regierungspräsidium Freiburg inzwischen auf seiner Internetseite veröffentlicht. Zu finden ist dieser unter www.rp.baden-wuerttemberg.de.