Schulamtsdirektor Volker Traub überreicht Melanie Sickel die Ernennungsurkunde zur Schulleiterin. Foto: Albert M. Kraushaar

Melanie Sickel ist jetzt offiziell Rektorin der Bildungseinrichtung, an der derzeit rund 100 Kinder betreut und unterrichtet werden.

Mehr als 100 Jungen und Mädchen an der Grundschule Ostelsheim haben jetzt eine neue Rektorin. Für die offizielle Amtseinsetzung war ein beeindruckendes Rahmenprogramm vorbereitet worden durch die jugendlichen Mitglieder von Schulchor und Theater AG, die Stickel mit diversen Vorträgen, Tanzaufführung, Gesang- sowie Instrumental-Einlagen begrüßten. Schulamtsleiter Volker Traub überreichte offiziell die Ernennungsurkunde zur Schulleiterin.

 

Sickel hatte schon Erfahrung im Lehramt an Schulen in Ludwigsburg, Sindelfingen und Schönaich gesammelt, war zuletzt in Heumaden aktiv, bevor sie nach Ostelsheim kam. Nach der Verabschiedung von Schulleiter Stefan Klüppel in den Ruhestand hatte sie kommissarisch die Nachfolge angetreten – und sich zum Bleiben entschieden. „Wir schätzen uns glücklich, dass es mit Ihnen geklappt hat“, freute sich Bürgermeister Ryyan Alshebl über die Zusage und lobte: „Ob bei Digitalisierung oder Sprachförderung, ich finde ihr Engagement sehr beeindruckend“.

Ein weiter Weg

„Als der Ruhestand von Stefan Klüppel nahte, haben wir uns auf die Suche nach einer Nachfolge gemacht und sind im Frühjahr 2024 erstmals auf Melanie Sickel aufmerksam geworden“, blickte Volker Traub zurück. Bis es dann konkret wurde, sei es ein weiter Weg gewesen. Schließlich würden Verwaltung und Gemeinderat, Schulleitung, Elternrat bis hin zum Regierungspräsidium mitbestimmen. „Grundschule ist weit mehr als nur Lesen und Schreiben, hier lernen die Jugendlichen auch mit einander umzugehen“, führte Traub eine der wichtigsten Aufgaben ins Feld.

Heike Ehmer-Stolch (links) begrüßt Melanie Sickel im Namen des Lehrerkollegiums der Ostelsheimer Grundschule. Foto: Albert M. Kraushaar

„Es ist ein Anfang mit sehr viel Vertrauen“, freute sich die neue Schulleiterin über die vielen positiven Worte für ihre neue Aufgabe. Die Schule sei ein Ort, wo die Kinder und Jugendliche ihre Fähigkeiten entdecken können. Eine Schule lebe davon, dass viele gemeinsam die Verantwortung tragen. Sickel ergänzte: „Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit ihnen zu gehen“. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben sieht sie darin, die Neugierde der Grundschüler zu fördern und zu stärken.

Beruf als Berufung

Die katholische Schuldekanin Christine Werner aus Herrenberg sah in Sickel nicht nur eine Rektorin für die organisatorische Aufgaben, sondern eine Frau, die ihre Lehramt als Berufung verstehe.

Gunilla Bahlo, Vorsitzende des Personalrates des Schulamts Pforzheim, unterstrich die Bedeutung der Grundschulen. „Hier beginnt der Weg in das Bildungswesen. Hier gilt es Vertrauen in die Schulen zu lehren“. Es sei eine anspruchsvolle, aber auch sehr reizvolle Aufgabe. „Aber, eine gute Schule entsteht nicht durch eine einzelne Person, Gespräche oder Entscheidungen, sondern es braucht das Vertrauen und das Miteinander“, richtete sie ihre Worte an das ganze Kollegium.

Alle haben nur ein Ziel

„Wir sind erst vor kurzem hierher gezogen, aus diesem Grund kann ich noch nicht viel sagen. Für mich war jedoch sehr positiv, dass die Anmeldung der Kinder reibungslos verlief“, erklärte Aida Kurtisi. Die Elternbeiratsvorsitzende versicherte: „Sie sind hier nicht alleine, wir haben alle das gleichen Ziel, dass sich unsere Kinder gut entwickeln“.

Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch, die den Festakt moderiert hatte, oblag der Schlusspart, in dem sie im Namen des Kollegiums die neue Schulleiterin mit einer „Sieben-Sachen- Stärkung“ begrüßte. Ihr Aufruf zur „Stärkung“ in Form von einem Buffet war dann das Signal, den Festakt in geselliger Runde ausklingen lassen.