Groß war das Interesse der Eltern an der Infoveranstaltung in der Aula der Schwenninger Friedensschule über die Wiedereinführung der Grundschulbezirke. Foto: Jochen Schwillo

Großes Interesse am Thema neue Schulbezirke in VS: Rund 200 Eltern und Interessierte kamen in die Aula der Friedensschule in Schwenningen.

Die Stadtverwaltung muss auf Aufforderung und Verpflichtung des Kultusministeriums und des Regierungspräsidiums Freiburg auf die Wiedereinführung von kleinräumigen Grundschulbezirken reagieren.

 

Betroffen sind hiervon In Villingen-Schwenningen 950 Erstklässler, die im September die erste Klasse besuchen werden. Hierbei entfallen auf Villingen 420 Jungen und Mädchen, auf Schwenningen 407 Schülerinnen und Schüler und auf die Ortschaften 123 junge Menschen.

In Schwenningen habe man die Situation von deutlich steigenden Kinderzahlen, so Andrea Breinlinger-Müller, Abteilungsleiterin Schulen im JUBIS. Das ist grundsätzlich erfreulich, bringe aber auch mit sich, dass die Plätze an den bestehenden drei Grundschulen in Schwenningen, der Neckarschule, der Friedensschule und der Gartenschule mit der Außenstelle Rinelen, bereits im September diesen Jahres nicht mehr ausreichen werden, um alle künftigen Erstklässler aufnehmen zu können.

Standort Hallerhöhe

Daher werde ab September mit dem Standort Hallerhöhe eine weitere Grundschule für den Bereich Deutenberg eröffnet. Diese Schule wird mit zwei ersten Klassen starten und in den nächsten Jahren sukzessive wachsen. „Der Standort Hallerhöhe ist zunächst vorgesehen als Halbtagsgrundschule mit dem Angebot der verlässlichen Grundschule“, so die Abteilungsleiterin.

Im Laufe der Infoveranstaltung erfuhren die Eltern, wer im Bereich der Hallerhöhe wohnt, wird sich wundern, wenn Post von der Neckarschule kommt. Die dortige Schulleiterin Fenke Härtel hat die Aufgabe übernommen, die Schulaufnahme und Anmeldungen durchzuführen, da es hier noch keine Leitung gibt.

Dieter Kleinhans vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau der Stadt Villingen-Schwenningen berichtete, dass der Schulstandort Hallerhöhe für den Schulbeginn im September startbereit gemacht werde. Hierfür bewilligte der Gemeinderat eine Million Euro, so der Amtsleiter. Außerdem werde es im nächsten Jahr weitere drei Millionen Euro geben, um den Schulstandort ausbauen zu können.

Wie eingeteilt wird

Annika Fleig von der Statistikstelle im städtischen Stadtplanungsamt war mit für die Einteilung der neuen Grundschulbezirke zuständig. „Oberstes Ziel war, dass die Schulen gleichmäßig ausgelastet sind“, so die Sachbearbeiterin. Hierfür schaute man sich an, wie viel Kapazitäten es in der Schule vor Ort gibt. Hierzu gehören Klassenräume, Lehrerzimmer und Sporthallen beispielsweise.

Weiter schaute man sich die nächsten sechs Jahre an, wie viele neue Schulanfänger es in diesem Zeitraum geben wird. Gegenübergestellt wurde die Wohnorte der Kinder und wie viel Platz gibt es in der jeweiligen Schule. Ein weiterer wichtiger Faktor war die Erreichbarkeit. Es wurde geschaut, dass die Wege zur Schule möglichst ziemlich kurz sind und dass keine großen Straßen überquert werden müssen. „Das ist nicht an allen Schulen möglich“, räumte Annika Fleig ein.

Auf dem Podium informieren Jonas Hasler, Referent für Bürgerbeteiligung (von links), die Abteilungsleiterin Schulen vom JUBIS Andrea Breinlinger-Müller, Annika Fleig von der Statistikstelle im Stadtplanungsamt, Dieter Kleinhans vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbaum, Schulrätin Simon Spengler, Schulleiterin Stephanie Schick und Schulleiter Jochen von der Hardt. Foto: Jochen Schwillo

Schulrätin Simone Spengler vom Staatlichen Schulamt in Donaueschingen berichtete über das Einschulungsverfahren, welches im Kreise aller Grundschulrektoren und Rektorinnen geplant wurde und den Anmeldezeitraum für den 10. bis 21. Februar festgelegt, in dem die Schulanmeldung und Schulaufnahme an der zugeordneten Grundschule statt.

Es gibt Post

Damit die Eltern überhaupt wissen, welche Schule in Frage kommt, bekommen sie in nächster Zeit von der betreffenden Schule Post mit der Einladung zur Aufnahme. In wenigen Ausnahmefällen, wo es einen triftigen Grund braucht, ist ein Wechsel des Schulbezirks möglich. „Dieser muss beantragt werden“, so die Schulrätin.

Schulleiterin Stephanie Schick von der Villinger Goldenbühlschule und geschäftsführende Schulleiterin für die Grundschulen berichtete, dass die Eltern den Antrag aus triftigen Grund bei der betreffenden Schule stellen. Zu den Gründen können zählen, dass Geschwisterkinder bereits an der Grundschule sind oder wenn man eine Ganztagsbetreuung benötigt. Am Ende des Prozederes landet er bei Stephanie Schick auf dem Tisch. Daher sollten sich jetzt nicht die Schwenninger Eltern wundern, wenn sie von der Goldenbühlschule Post bekommen.