Juliane Schartel leitet seit 7. April die Rupertsbergschule in St. Georgen. Foto: Helen Moser

Juliane Schartel hat sich den Schritt gut überlegt. Seit April leitet sie die St. Georgener Rupertsbergschule. Das ist nicht die einzige große Aufgabe, die sie jüngst übernommen hat.

Wer sich mit Juliane Schartel unterhält, gewinnt schnell den Eindruck, dass ihr Tag mindestens 30 Stunden haben muss. Denn die dreifache Mutter ist nicht nur seit Anfang April Rektorin der St. Georgener Rupertsbergschule. Zusätzlich leitet sie seit August vergangenen Jahres auch die Hector-Kinderakademie Schwarzwald-Baar.

 

Anspruchsvolle Aufgaben, die sie aber allesamt gerne übernimmt, wie Schartel sagt. Und ganz neu ist das Thema Schulleitung für die Grundschullehrerin auch nicht: Bereits seit Anfang August 2024 leitete sie die Rupertsbergschule, deren Konrektorin sie seit Beginn des Schuljahres 2022/2023 war, kommissarisch, nachdem ihr Vorgänger Hannes Rath die Leitung der St. Georgener Robert-Gerwig-Schule übernommen hatte.

Auch zuvor hatte Schartel an der Rupertsbergschule, an der sie seit dem Schuljahr 2014/2015 unterrichtet, bereits Einblicke in die Schulleiter-Tätigkeit gewinnen können – wenn auch unfreiwillig. Denn nach der Pensionierung von Rüdiger Aberle, der die Rupertsbergschule geleitet hatte, und dem Weggang der Konrektorin Peggy Müller im Jahr 2015 musste das Kollegium am Rupertsberg näher zusammenrücken – und zwar für ganze fünf Jahre. So lange dauerte es, bis mit Rath ein neuer Rektor gefunden war.

„Wir sind Durchwurstel-Könige“, sagt Schartel im Rückblick auf diese Zeit. Doch wenn man fünf Jahre ohne eine feste Schulleitung durchlebt habe, dann wisse man eines sicher: Eine solche Situation wolle man auf jeden Fall vermeiden. Auch deshalb entschloss Schartel sich, sich auf die freiwerdende Rektorenstelle zu bewerben – mit Erfolg.

Viele Gespräche bestärken sie

„Viel Entscheidungszeit hatte ich damals nicht“, erinnert sie sich. Doch in vielen Gesprächen mit ihrer Familie und mit Kollegen festigte sich der Wunsch, die Leitung der Rupertsbergschule zu übernehmen. Ein wichtiger Grund für die Entscheidung pro Bewerbung war das Kollegium an der Schule, sagt Schartel. Auf ihre Kollegen und deren engagierte Mitarbeit könne sie sich immer verlassen.

„Super froh“ über die Entscheidung

Natürlich sei sie anfangs nervös gewesen, ihre Bewerbung einzureichen. „Zwei Riesentanker gleichzeitig zu übernehmen – da hatte ich schon Respekt“, sagt Schartel mit Blick auf die Leitung der Rupertsbergschule, die 190 Kinder besuchen, und jene der Hector-Kinderakademie mit 620 Kindern. Doch nun sei sie „super froh, dass ich mich beworben habe“, sagt die Rektorin. Sie ist überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Konrektorenstelle ist noch vakant

Wobei Schartel zum ganzen Glück noch eine Sache fehlt: ein Konrektor. Die Stelle war mit ihrer Übernahme der Schulleitung frei geworden und ist bislang vakant. Schartel ist jedoch zuversichtlich, dass die Nachbesetzung bis zum Beginn des kommenden Schuljahres erfolgen kann – wenn alles nach Plan läuft. „Einer alleine hält den Laden am Laufen, zwei können gestalten“, meint die Leiterin der Rupertsbergschule. Und genau darauf freut sich Schartel schon jetzt.