Sechs Wochen lang hat die Eisbahn in Nagold Groß und Klein aufs Eis geführt. Was war in diesem Jahr anders? Betreiber Christoph Römmler von Karo Events zieht Bilanz.
Kaum ein Anblick weckt solche Kindheitserinnerungen, wie der, wenn Kinder in Schlittschuhen über eine Eisbahn fahren. Beim Anblick von dutzenden roten Nasen, strubbeligen Haaren und großer Grinsen hat man das Gefühl, seinem Kindheits-Ich zu begegnen.
Die Eisbahn in Nagold hat in den vergangenen sechs Wochen miterlebt, wie Kinder zum ersten Mal Schlittschuhfahren, dass Jugendliche ihr erstes Date hatten und Erwachsene sich das erste Mal seit Jahren wieder trauen, ein paar Runden zu drehen. Und die Resonanz fiele sehr positiv aus, meint Eisbahn-Chef Christoph Römmler, Eisbahn-Chef und Geschäftsführer von Karo Events. Im Gespräch zieht er Bilanz.
90-Jähriger dreht Runden
Seit 2018 zieht die Eisbahn in Nagold Besucher an – ob bei angenehmen Plustemperaturen oder eisigen Minusgraden. Denn: Ein Winter ohne Eisbahn ist mittlerweile unvorstellbar für viele Einwohner Nagolds und aus der Umgebung. Die Eisbahn habe sich gut etabliert, dadurch spreche sich viel rum, erzählt Römmler.
„Toi, toi, toi“, sagt er in Bezug auf Unfälle und Zustand. Bisher habe es noch nie schwerwiegende Unfälle gegeben , in der Regel den einen oder anderen blauen Fleck, Pflaster. Außerdem seien Vandalismus oder Beschwerden von Anwohnern kein Problem. „Vor allem“, meint der Chef stolz, „passen die Kinder und Jugendlichen aufeinander auf.“
Gegen Ende hin, als die Temperaturen deutlich kälter wurden, herrschte zwar weniger Betrieb auf der Bahn, bei den Wetter-Verhältnissen zeigt sich Christoph Römmler dennoch sehr zufrieden. Die idealen Temperaturen zum Eislaufen seien zwischen null bis fünf Grad Celsius, meint er. Alles darüber oder darunter sei zwar machbar, um die null Grad sei es laut ihm aber am angenehmsten.
Primär seien junge Menschen auf der Bahn zu sehen, 20 Prozent der Besucher seien aber Erwachsene. Dass Schlittschuhfahren keine Altersgrenze kennt, davon ist Römmler überzeugt. In Emmendingen, wo das Unternehmen einen weiteren Eisbahn-Standort hat, sei einer der ältesten Schlittschuhläufer 90 Jahre alt – und er drehe jedes Jahr seine Runden auf der Bahn, erzählt der Chef.
Ob man nun gerne Schlittschuh fährt oder nicht, bei den Ständen um die Bahn herum oder der Bühne mit Live-Musik ist für jeden Besucher etwas dabei. Vor allem sei sich gerne auf einen „Afterwork-Glühwein“ getroffen worden, so Römmler.
Beste Saison?
Wie viel wurde denn aber nun die Bahn besucht? Der Betreiber vermutet, in dieser Saison neue Rekordzahlen erreicht zu haben. Bestätigen könnte sich das in etwa gut vier Wochen, nachdem die verkauften Eisbahn-Tickets sowie der Bestand der Getränke und des Essens gezählt worden sind. Aber: Soweit sei er guter Dinge.
Ob die Eisbahn auch im Winter 2026/27 einen Platz in Nagold findet, steht noch in den Sternen. Dafür müsse erst noch das Go der Stadt kommen.