Das Land Baden-Württemberg hat kurzfristig auch die Regeln für den Sport verschärft. Foto: Pixabay

Seit Mittwoch ist die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg in Kraft. Das Land befindet sich damit offiziell in der Alarmstufe II. Am Freitagabend wurde auch die CoronaVO Sport aktualisiert, welche die Regelungen für den Sport bestimmt und bereits ab Samstag, 27. November in Kraft tritt.

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Folgende Änderungen sind relevant:

1. 2G in Training und Wettkampf

Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Training und Wettkampf. Das heißt, es gilt für alle am Sportgeschehen beteiligten Personen grundsätzlich die 2G-Regelung. Der Zutritt zum Sportgelände ist nur noch Beteiligten gestattet, die geimpft oder genesen sind – sowohl im Trainings- als auch im Spielbetrieb.

2. Kontrollpflicht nur bei organisierten Terminen

Daten müssen nicht mehr erhoben werden, wenn die Sportanlagen frei zugänglich sind und sie nicht organisiert genutzt werden (Training, Spiel, Lauftreff: Veranstaltung im Sinne von § 10 Abs. 7 CoronaVO).

3. 2G bei Sport auf Anlagen im Freien

Für die Sportausübung auf Sportanlagen im Freien gilt in der neu eingeführten Alarmstufe II 2G.

4. Ausnahmen für Vertragsspieler, Medien, angestellte Trainer

Arbeitgeber und Beschäftigte, die nicht geimpft oder genesen sind und bei denen direkte Kontakte untereinander und zu externen Personen nicht ausgeschlossen werden können, ist weiterhin in allen Stufen ein Antigen-Schnelltest ausreichend. Das heißt: Sonderregelungen gelten auch weiterhin für Beschäftige im Sinne der Arbeitsschutzvorschriften, aber auch für Selbstständige: Für Vertragsspieler, durch Arbeitsvertrag an den Verein gebundene Trainer und Medienvertreter gilt die 3G-Regelung (geimpft, genesen oder getestet per AntigenSchnelltest oder PCR-Test). Nicht mehr zu den Beschäftigten zählen ehrenamtliche Funktionsträger und Trainer, die auf Basis einer Übungsleiterpauschale ihrer Tätigkeit nachgehen.

5. Keine Ausnahme mehr für Trainer mit Übungsleiterpauschale

Für ehrenamtlich tätige Trainerinnen und Trainer gilt künftig 2G. Spitzen- und Profisportlerinnen und -sportler über 18 Jahren haben einen Antigen-Testnachweis zu erbringen, unter 18 Jahren genügt ein Schülerausweis.

6. Für Zuschauer gilt 2G plus Antigen-Schnelltest

Zuschauer müssen zusätzlich zum Impf- oder Genesenen-Nachweis einen negativen Antigen-Schnelltest vorweisen (2G+). Dieser kann als Selbsttest unter Aufsicht des Veranstalters durchgeführt werden.

7. Verschärfte Überprüfungspflicht

Veranstalter habenTest-, Genesenen- und Impfnachweise mit einem amtlichen Ausweisdokument abzugleichen. Genesenen- und Impfnachweise müssen elektronisch, etwa mit der CoVPassCheck-App, geprüft werden.

8. Schärfere lokale Regeln möglich

Lokale Behörden können strengere Regeln erlassen, im Zweifel müssen sich Veranstalter beim zuständigen Ordnungsamt erkundigen.

9. Ausnahmen zurückgenommen

Die Ausnahme für den Ligabetrieb in der Warnstufe (3G anstatt 3G mit PCR-Test) wurde zurückgenommen. Diese Regelung war als Übergangsregelung gedacht, um den Ligabetrieb in Hallensportarten nicht abrupt unterbrechen zu müssen.