Nicht alle im Gemeinderat waren über den Vorschlag glücklich, wie der Schulweg zur neuen Realschule sicherer werden soll.
Eines der größten Bauprojekte mit nachhaltiger Auswirkung auf das Donaueschinger Stadtbild wird seit einigen Jahren auf dem insgesamt 14 Hektar großen Konversionsgelände Am Buchberg umgesetzt.
Viele der ehemaligen Kasernengebäude wurden bereits abgerissen. Unter anderem wird auf dem Gelände derzeit die neue Realschule gebaut – und das Projekt macht zügig Fortschritte: Zu Beginn des Jahres wurde die Ausführungsplanung für den Innenausbau fortgeführt.
Im Bereich der Fassaden sind alle Betonfertigteile eingehängt und die Fassadenelemente eingebaut. Wenngleich das Gebäude derzeit noch durch das Baugerüst umschlossen ist, so sind bereits die fertigen Außenansichten erkennbar. Die Einweihung des neuen Realschulgebäudes soll Anfang 2026 gefeiert werden.
Experte für weitere Ampel
Dies führt dazu, dass sich die Stadtverwaltung nun Gedanken über die Schülerströme und die Verkehrsführung am viel befahrenen Hindenburgring, der das Areal von der Innenstadt trennt, machen musste.
Hierzu hatte die Stadtverwaltung dem Gemeinderat bei dessen Sitzung am Dienstag, 13. Mai, diverse Varianten präsentiert. Das Stadtplanungsbüro Karajan hatte drei mögliche Lösungen unter die Lupe genommen: eine Unterführung, eine Brücke und eine Ampel über den Hindenburgring.
Doch aus Sicht des Experten Jürgen Karajan ergeben weder eine Unterführung noch eine Brücke Sinn – bei beiden Optionen seien die Umgebungsbedingungen und der Platz nicht gegeben. Demnach stelle sich eine weitere Ampelanlage zwischen der Kreuzung Villinger Straße und der Kreuzung Friedhofstraße als einzig realistisch umzusetzende Variante heraus, zumal sich der bauliche Aufwand und die Kosten im Rahmen halten würden.
Gemeinderatsmitglied Michael Blaurock (Grüne) bemängelte in der Sitzung, dass dabei zu wenig an die Fahrradfahrer gedacht werde: Die momentane Planung habe zwar unter anderem ein Radwegenetz über die Friedhof- und Pfaffenhofstraße eingeplant, jedoch sei dieses aus seiner Sicht „einer Schnitzeljagd ähnlich“.
Auch Markus Milbradt (GUB) äußerte sich ähnlich. „Schüler laufen und fahren, wie sie Lust haben, die werden sich nicht an Pläne der Stadt halten.“ Und FDP-Gemeinderat Niko Reith merkte an, dass eine weitere Ampelanlage nicht unbedingt notwendig sei, schließlich befänden sich im Abstand weniger Hundert Meter zwei Kreuzungen mit Ampeln.
Letzten Endes befand der Donaueschinger Gemeinderat mit 23 Ja-Stimmen (darunter CDU, GUB und SPD) und zehn Nein-Stimmen von FDP und Grünen sowie zwei Enthaltungen, dass am Hindenburgring eine weitere Ampelanlage errichtet werden soll.
Am Buchberg
Auf einem ehemaligen Areal
der französischen Streitkräfte wird das neue Quartier Am Buchberg entwickelt. Der Rahmenplan sehe die Entwicklung von über 340 Wohneinheiten vor, schreibt die Stadt auf ihrer Internetseite. Eine Durchmischung unterschiedlicher Bauarten soll dazu beitragen, attraktive Bauplätze und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Investoren, Baugemeinschaften und private Bauherren können individuelle Architekturkonzepte erarbeiten. Das größte Projekt ist der Neubau der Realschule. Er kostet voraussichtlich fast 56 Millionen Euro.