Die Padel-Tennis-Plätze in Mahlberg sind nun eröffnet. Eingeweiht wurden sie unter anderem von Ex-Speerwurfweltmeisterin Christina Obergföll.
Der lange verwaiste und zugewucherte Platz des Orschweierer Tennisclubs auf dem Gelände des Sportclubs Orschweier ist zu neuem Leben erweckt worden. Dort organisieren vier junge Männer als „Black Forest Padel GmbH“ einen entsprechenden Spielbetrieb für private Nutzer auf drei dafür neu angelegten Plätzen (wir berichteten). Diese wurden nun offiziell eingeweiht.
Zur Eröffnung ertönten wohlgesetzte Reden – nicht zuletzt des Mahlberger Bürgermeisters Dietmar Benz, bevor sich dieser mit vier echten Profispieler auf einem der neu entstandenen „Outdoor-Courts“ austobte. Am nächsten Tag wurde ein erstes Padel-Turnier parallel auf allen drei Plätzen veranstaltet, gerechterweise aufgeteilt für Anfänger oder Fortgeschrittene. Dabei galt es, mehrere Geldpreise im Gesamtwert von 1000 Euro zu gewinnen. Doch zuvor hatte sich ortsnahe Prominenz zum speziellen Einlagenspiel verpflichten lassen: Rathauschef Benz mit der in Mahlberg gebürtigen Doppelpartnerin Christina Obergföll.
Sie ist weithin bekannt als ehemalige deutsche Speerwerferin mit Weltmeisterschaftsgewinn 2013 und hat nicht „nur“ in Europa- und Weltmeisterschaften Silbermedaillen erkämpft, sondern auch zwei Mal bei den Olympischen Spielen. Dass sie auch mit dem Padel-Tennis-Schläger umgehen kann, stellte sie beim Turnier unter Beweis. Obergföll und Benz schlugen sich nämlich im dreisätzigen Einlagenspiel gegen jeweils wechselnde Doppelgegner recht wacker. Den zweiten Satz gewannen sie kämpferisch und verloren den dritten nur knapp. Auch wenn Obergföll „eher mal vor 30 Jahren“ etwas Tennis gespielt hatte, genoss sie nun mit heller Freude den Sport-Spaß am quirligen Kampf mit Kleinball und fordernden Kontrahenten.
Gründer haben sich beim Padeln kennengelernt
Benz lobte über seinen kraftvollen Einsatz hinaus „die vier Burschen“, die das Ganze auf die Beine gestellt haben. Damit meinte er die Firmen-Mitgesellschafter Steffen Rothmann, Pascal Sedlick, Julian Schwab und Jonas Benz. Sie hatten sich erst vor einem Jahr beim Padeln in Kenzingen kennengelernt. Weil sie den Sport so faszinierend fanden, taten sie sich zusammen. Weniger aus geschäftlichen Profitgründen, sondern vorrangig mit der Idee, näher am eigenen Wohnort spielen zu wollen und den Sport in der Region populärer zu machen.
„Wir wollen damit nicht reich werden, sondern unserer Leidenschaft nachgehen“ Drum hätten sie dann einen „mittleren sechsstelligen Betrag“ investiert, um dann den lange verödeten Tennisplatz am Orschweierer Ortsrand vom SCO-Eigentümer für eine „erträgliche Summe“ zu pachten, so die Gründer. Laut Benz ist es toll, was dort entstanden ist. Das sei auch für Jugendliche attraktiv. Er habe keine Sorge um die Zukunft des Padel-Platzes: „Sport braucht Wachstum, sowas brauchen wir in unserer Nähe.“
Info – Das steckt hinter der Sportart
Das Padel ist eine vergleichsweise neue Trendsportart. Erfunden wurde sie Ende der 1960er-Jahre vom Mexikaner Enrique Corcuera und ist mittlerweile besonders in Südamerika und Spanien weit verbreitet. Der Unterschied zum herkömmlichen Tennis ist die Kombination mit Squash-Technik. So werden beim Spiel also Teile der Vorder-, Rück- und Seitenwände einbezogen. Gespielt wird auf kleineren Feldern mit Gummibällen. Die dafür benötigten Schläger sind ohne Bespannung und auch kleiner als Tennis-Rackets. Das Padeln gilt mitsamt seinen Regeln als leicht erlernbar. Die Plätze in Orschweier können im Internet unter www.blackforest-padel.de reserviert werden. Ein Platz kostet pro Stunde 28 Euro für vier Spieler, abends 30 Euro.