Nach mehr als zweijähriger Planungs- und Bausanierungsphase wurden drei Tennisplätze und das Klubheim des TC Schenkenzell auf der Anlage im „Bühl“ in Betrieb genommen.
Die Sonne strahlte am Sonntag vom Himmel bei angenehmen Frühlingstemperaturen, und Tennisclub-Vorsitzender Gerardo Rendina angesichts der zahlreich erschienen Besucher übers ganze Gesicht.
Für diesen besonderen Tag in der Geschichte des Vereins – mit der feierlichen Eröffnung eines emotionalen Projekts – sei mit Bastel-Spielecke für Kinder, Fuhrpark und Aufschlagmessgerät zudem viel für ein gemütliches Beisammensein organisiert worden.
Die sanierten Tennisplätze seien nicht nur ein Sportplatz, sondern auch ein Ort der Begegnung und der Gemeinschaft.
Gemeinschaft unter Kindern, Jugendlichen, Familien und Mitgliedern, entstehe dort seit 40 Jahren betonte der Vorsitzende.
Die Platz- und Clubheimmodernisierung sei kein Selbstläufer gewesen. Da habe es einen Zündmechanismus gebraucht, den der Verein in Michael Thau gehabt habe. Thaus Wahl vor fünf Jahren zum stellvertretenden Vorsitzenden sei der Anlass für die umfassende Sanierung gewesen.
„Beitrag zur Gemeinschaft“
„Wenn man sich das Ergebnis anschaut, dann war es die Idee allemal wert. Es trägt für die Gemeinschaft im Ort bei. Michael war sehr viel hier und seine Frau Tina musste auf ihn oft verzichten“, dankte der Vorsitzende ihr mit einem Blumengebinde und seinem Stellvertreter mit einem Gutschein.
Bürgermeister Bernd Heinzelmann sprach von einem Meilenstein in der Geschichte des Tennisclubs. Die von Grund auf sanierten Tennisplätze bedeuteten einen weiteren Schritt in der Sportförderung der Gemeinde, der ohne die große finanzielle Unterstützung vieler Sponsoren und Fördergelder nicht möglich gewesen wäre.
Das Vorzeigeprojekt verbessere nicht nur die Infrastruktur, sondern auch die Funktionalität. Die Plätze seien nach schlechter Witterung schneller wieder nutzbar, der neue Zugangsbereich sei barrierefrei und die moderne Flutlichtanlage ermögliche auch in den Abendstunden Tennis zu spielen.
Zudem werde deutlich weniger Wasser als bei herkömmlichen Sandplätzen benötigt und ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet, hob der Bürgermeister hervor.
Der Wunsch des Tennisclubs, den Zustand der Anlage zu erneuern, habe bereits unter dem langjährigen Vorsitzenden Thomas Egenter bestanden. Der Generationswechsel im Vorstand sei geglückt und mit ihm die Jugendförderung erfolgreich vorangetrieben worden. Das habe zu einer Aufbruchstimmung im Verein geführt, der sich „jung und hungrig“ präsentiere.
„Die neue Anlage wird den Zusammenhalt im Verein stärken, die sportliche Entwicklung junger Talente fördern und die gesamte Gemeinde einladen, aktiv dabei zu sein“, bekräftigte Heinzelmann.
Sicht des Leader-Verbands
Amtskollege Michael Lehrer aus Aichhalden als Vorstandsmitglied der Leader-Region Mittlerer Schwarzwald urteilte, beim Betrachten der Anlage werde sofort klar, dass da etwas Tolles entstanden sei. Es sei nicht nur ein Ort für Sport, sondern auch ein inklusiver Ansatz. Es sei darauf geachtet worden, dass auch gehandicapte Menschen hier Tennis spielen können. Das habe Leader beeindruckt.
„Wir unterstützen gerne Projekte, die über das eigentliche Ziel hinausgehen. Da fließt Geld aus der EU in die Gegend zurück“, schilderte Lehrer.
Weitere Glückwünsche überbrachte Michael Doll vom Musikverein Schenkenzell, der die Einweihungsfeier musikalisch umrahmte.
Axel Fahner und Alexander Thau von der Sparkassen-Stiftung Wolfach überreichten eine Spende von 10.000 Euro.
Bevor das rotweiße Flatterband zur Platzübergabe symbolisch durchschnitten wurde, weihte Diakon Oswald Armbruster im Namen der Kirchengemeinde Kinzigtal Plätze, Klubheim und Besucher und freute sich, dass der Verein seine Anlage bewusst unter den Glauben Gottes stellte.
Zahlen und Fakten zur Tennisanlage
Gesamtkosten:
circa 300.000 Euro
Fördergelder und Zuschüsse:
Badischer Sportbund 61.400 Euro, Leader 57.000 Euro, Gemeinde 38.000 Euro, Fachförderung 12.000 Euro, Sparkassenstiftung Wolfach 10.000 Euro
Die Restfinanzierung
erfolgte außerdem durch weitere Sponsoren, Spenden und einem Eigenanteil des Tennisclubs.