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Zum Thema Bebauung an der Rochus Merz-Straße in Schramberg sowie die Berichterstattung und Leserbriefe haben Maria und Konrad Deufel folgende Meinung

Es wäre schön, wenn die Stadt und auch der Investor zu der Erkenntnis kämen, dass es sich bei dem Widerstand gegen das geplante Bauprojekt in der Rochus-Merz-Straße nicht nur um zwei Querulanten handelt, sondern dass es ein Anliegen mehrerer Anwohner ist.

 

Die Gründe wurden schon mehrfach erwähnt, auch, dass wir Anwohner nicht grundsätzlich gegen ein Bauvorhaben sind, aber die Größe ist für uns einfach schockierend. 3000 Quadratmeter sollen überbaut und versiegelt werden. Das ist in Zeiten des Klimawandels und damit verbundener Gefahren nicht unerheblich.

Gegen eine Bebauung in einer Reihe wäre nichts einzuwenden, aber es soll in zwei Reihen gebaut werden, wobei die einzelnen Häuser mit 70 Treppen verbunden werden.

Nur wenige Angrenzer wurden im Dezember 2023 von der Stadt informiert und nur diese dürfen nach der Landesbauordnung den Bauantrag einsehen. Nachdem wir diesen angesehen hatten, mussten wir feststellen, dass wieder einmal der Bebauungsplan nicht eingehalten wird – wie schon bei den geplanten Projekten 1994 (Terrassenhäuser) und 2012 (Pflegeheim).

Woher bezieht der Investor seine Zuversichtlich, dass der Bauantrag dennoch genehmigt wird? Wir können und wollen nicht glauben, dass es Absprachen mit der Stadt gibt und hoffen, dass sich ein Investor ebenso an Regeln halten muss, denn: im eingereichten Bauantrag wird die Geschossflächenzahl deutlich überschritten.

Im Bebauungsplan gibt es drei Baufenster. Auch diese werden nicht eingehalten, sondern mit Stellplätzen, Balkonen und Terrassen überbaut. Die Dachneigung wird ebenfalls nicht eingehalten. Dadurch würden die Häuser von der Straße aus betrachtet 14 Meter hoch.

Ein weiteres Problem: Es soll eine 100 Meter lange überdachte und offene Stellplatzgarage für 24 Autos gebaut werden. Diese Anzahl ist unserer Meinung nach nicht ausreichend, denn die Parkplatzsituation in der Rochus-Merz-Straße ist bereits jetzt prekär. Da man für Familien bauen will, könnten geschätzt 40 bis 60 Autos mehr in die Straße kommen. Sicher ist, dass mit den fehlenden Parkplätzen vielfältige Probleme auf die Anwohner zukommen werden.

Maria und Konrad Deufel, Schramberg

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