Bagger graben im Bett der Brigach und hieven Rohre in das Gewässer. Foto: Eich

Das Land hat mit den Arbeiten am Brigach-Abflusspegel begonnen. Die Messstation soll verstärkt auftretende Niedrigwasserabflüsse erfassen. Auch Rampen als Aufstiegshilfe für Fische entstehen.

Villingen-Schwenningen - Die Umbauarbeiten des Landesbetriebs Gewässer am Brigach-Abflusspegel in Villingen haben begonnen. Wie schon berichtet, soll die Messstation künftig die verstärkt auftretenden Niedrigwasserabflüsse infolge langer Trockenzeiten besser erfassen. Die Kosten für den Umbau werden bei rund 500.000 Euro liegen. Wie der momentane Stand bei den Arbeiten ist, berichtet die Pressesprecherin des Regierungspräsidiums Freiburg, Heike Spannagel, im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten: "Aktuell wird die sogenannte Wasserhaltung gebaut, das heißt ein Teil des Flussbettes trocken gelegt, um das Messgerinne – ein Einschnürbauwerk mit Rampe – herzustellen."

Die Arbeiten würden jedoch momentan aufgrund des hohen Wasserstandes nur eingeschränkt umgesetzt werden. Wenn es die Wetterlage zulässt und die Arbeiten normal fortgesetzt werden können, beginnt nach der Trockenlegung des Flussbetts, die Vorbereitung des Untergrundes und der schrittweise Aufbau des Messgerinnes aus Beton und Setzsteinen mit anschließender Rampe in Naturstein als Aufstiegshilfe für Fische, so Spannagel weiter. "Der Aufbau des Bauwerks erfolgt erst halbseitig, anschließend wird die Wasserhaltung mit den Rohren gewechselt und das Bauwerk im Gesamten fertiggestellt", ergänzt Heike Spannagel. Zum Schluss erfolge noch der Bau des Pegelhauses mit entsprechender Messtechnik.

Auf Nachfrage, was es mit den Rohren auf sich hat, meint die Pressesprecherin: "Die Betonrohre sind eine Maßnahme der Wasserhaltung zur Trockenlegung der Baustelle im Bachbett." ­Hierzu würde das Flussbett jeweils halbseitig aufgeteilt werden. "Eine Seite wird mit Big Bags – mit Sand gefüllte Säcke – abgesperrt und mit Pumpen trockengelegt, in der anderen Gewässerhälfte wird das Wasser der Brigach durch die Betonrohre an der ­Baustelle vorbeigelegt." ­Villingen sei aber nicht die einzige Pegelanlage. In Donaueschingen würde es auch eine geben.