Das Otto-Hahn-Gymnasium investiert in neue Medientechnik. Foto: © David Fuentes – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

OHG investiert 274 000 Euro in neue Medientechnik. Auch künftige Ersatzbeschaffung im Blick.

Furtwangens Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschule schöpft den Großteil seines Budgets und seiner Förderungen für die Beschaffung neuer Medientechnik aus. Der Gemeinderat sieht hierbei weitere Kosten kommen und befürchtet, dass eine Modernisierung in wenigen Jahren allein bei den Gemeinden liegen könnte.

Furtwangen - Beschlossen wurde vom Gemeinderat die Beschaffung der medientechnischen Ausstattung für das Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschule mit einer Gesamtsumme von 274 000 Euro.

Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang allerdings auch, wie es in der Fortführung des Programmes künftig mit Ersatzbeschaffung aussieht und ob diese allein bei den Gemeinden liegen wird.

Insgesamt stehen der Schule für diese Ausstattung im Rahmen des Digitalpaktes 334 000 Euro zur Verfügung. Dazu kommen weitere Zuschuss- und Förderprogramme. Im Rahmen des Digitalpaktes erhalten die Gemeinden je Schüler 422,66 Euro. Der Schulträger muss aber selbst auch noch einen eigenen Anteil von 20 Prozent erbringen. Die Stadt erhält somit für ihre Schulen 421 000 Euro. Mit dem Eigenanteil der Stadt von 105 000 Euro sind es rund 526 000 Euro, die hier zur Verfügung stehen. Auf das OHG mit seinen 633 Schülern entfallen davon 334 000 Euro.

Die Schule hatte erst kürzlich dem Gemeinderat ihr pädagogisches Konzept zur Medienentwicklung vorgestellt. Auf der Beschaffungsliste des OHG stehen dabei Arbeitsstationen für rund 78 000 Euro, Beamer für 90 000 Euro, Tablets und Zubehör und zusätzlicher Peripherie für 61 000 Euro sowie Netzwerk- und Servertechnik für 45 000 Euro.

Auf Anfrage aus dem Gemeinderat erläuterte die Verwaltung, dass hier der Etat zwar noch nicht ausgeschöpft wird, aber beispielsweise für den Aufbau von WLAN und ähnlichen Dingen weitere Kosten entstehen. Man geht daher davon aus, dass die Gesamtsumme am Ende höher sein wird als die durch den Digitalpakt zur Verfügung stehenden Mittel.

Darüber hinaus erhalten die Schulen für dieses und das kommende Jahr eine Administrationsförderung von 42 Euro je Schüler, womit die Betreuung der komplexen Anlagen zumindest für diese beiden Jahre gesichert ist.

Dies bedeutet sicher einen Entwicklungsschub im Bereich der digitalen Bildung. Auch Kämmerer Franz Kleiser zeigte sich erstaunt, dass durch Corona hier plötzlich Gelder für die Bildung vorhanden sind, die vorher nicht da waren.

Aber genauso wurde im Gemeinderat dann angefragt, wie es nach etwa fünf Jahren aussieht, wenn die jetzt angeschafften Gerätschaften zum einen wegen der Abnutzung, zum anderen wegen Weiterentwicklung der digitalen Technik ersetzt werden müssen. Hier dürfe man sich keine Illusionen machen, so Bürgermeister Josef Herdner. Diese Kosten würden wohl wieder bei den Kommunen landen. Rainer Jung (FWV) forderte allerdings, dass die Stadt auch über die entsprechenden Gremien Druck ausüben sollte, dass dies auch auf Dauer geregelt wird. Bürgermeister Herdner hält hier beispielsweise einen Festbetrag von Land oder Bund je Schüler und Jahr für sinnvoll.

Thomas Riesle (CDU) merkte vor allem an, dass man in der mittelfristigen Finanzplanung auch diese Ersatzbeschaffungen einplanen sollte, solange nicht eine Kostenübernahme durch das Land entschieden ist.

Begrüßt wurde von den Gemeinderäten auch die Tatsache, dass die Betreuung der Anlage, durch entsprechende Fachleute mit einem festen Betrag, allerdings nur für dieses und das nächste Jahr, gefördert wird. Der Gemeinderat votierte in der Folge einstimmig für den vorgelegten Beschaffungsplan.

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