Vor dem Kauf einer solchen FFP2-Maske sollten bestimmte Merkmale geprüft werden. (Symbolbild) Foto: © Jérôme Bertin – stock.adobe.com

Auch Fälschungen im Umlauf. Kennzeichnung sollte vor Kauf überprüft werden. 

Mit Verlängerung des Lockdowns bis einschließlich 14. Februar ist auch die Maskenpflicht verschärft worden. Das haben Bund und Länder am Dienstag beschlossen. Künftig müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften OP-Masken, FFP2-Masken oder KN95-Masken getragen werden. Einfache Stoffmasken sind in diesen Bereichen nicht mehr erlaubt. Doch beim Kauf der besser schützenden Masken sollten einige Dinge beachtet werden. 

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Region - Viele Bürger haben sich inzwischen eine ganze Kollektion an Stoffmasken angeschafft - schließlich ist nach zehn Monaten Pandemie klar: Das Maskentragen wird uns noch eine Weile begleiten. Doch beim Einkauf oder in öffentlichen Verkehrsmitteln haben gewöhnliche Alltagsmasken schon wieder ausgedient. Dort sollen künftig nur noch OP-Masken, FFP2-Masken oder KN95-Masken erlaubt sein. 

Masken müssen bestimmten Normen entsprechen

Doch die sichereren Masken sollten nicht einfach gedankenlos in den Einkaufswagen gepackt werden - diese müssen nämlich bestimmten Normen entsprechen. Die OP-Masken (oder auch medizinischen Masken), die meist grün oder blau sind, bestehen aus einem speziellen Kunststoff und müssen der Norm EN 14683:2019 entsprechen. Außerdem tragen sie ein CE-Zeichen. Bei ihnen handelt es sich um Einwegmasken, die nach dem Gebrauch entsorgt werden sollten.

Auch beim Kauf von FFP2-Masken sollte auf eine bestimmte Norm geachtet werden. Diese lautet: EN 149:2001. Sie haben ebenfalls ein CE-Zeichen sowie eine vierstellige Nummer, die auf die jeweilige Prüfstelle verweist. Außerdem sind die Buchstaben "R" oder "NR" aufgedruckt. "R" bedeutet, dass die Maske wiederverwendet werden kann. "NR"-Masken sollten nur einmal getragen werden. 

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FFP2-Masken kommen aus dem Arbeitsschutz und sind somit also keine medizinischen Masken. Sie dienen eigentlich als Schutz vor dem Einatmen von Staub oder giftigen Stoffen. Sie müssen in ihren Standarts mindestens 94 Prozent der Testaerosole abfangen und schützen damit nicht nur andere Menschen, sondern auch den Träger. Wichtig ist aber, dass die Masken so dicht wie möglich am Gesicht anliegen, sodass der Atem nicht an den Rändern ausströmen kann. Barthaare könnten den optimalen Sitz also verhindern. 

Fälschungen im Umlauf

Bei K95-Masken können Verbraucher auch auf die Bezeichnungen N95, P2, D2 oder CPA achten. Die Masken tragen kein CE-Zeichen und keinen besonderen Aufdruck. Sie stammen aus China und haben eine ähnliche Wirkung wie FFP2-Masken. 

Beim Kauf dieser Masken sollten diese Kennzeichen immer geprüft werden, weil es auch Fälschungen gibt. In der Nando-Datenbank der EU-Kommission lassen sich online die vierstelligen Nummern dem jeweiligen Prüfinstitut zuordnen. Taucht die Nummer auf der Maske dort nicht auf, handelt es sich vermutlich um eine Fälschung. 

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Diese neue Verordnung ist jedoch kein Grund die Stoffmasken nun wegzuwerfen. Diese können weiterhin getragen werden - nur eben nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkauf. Außerdem können die Stoffmasken mit der OP-Maske kombiniert werden, um den Schutz zu erhöhen. 

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