Eine neue Zuleitung zum Wasser-Hochbehälter Effringen wird geschaffen. Für Schönbronn bedeutet das: Das Wasser im Ort wird bald sehr viel härter. Was geplant ist und welchen Wasser-Härtegrad die Schönbronner und Effringer bald haben werden.
Unter den Feldwegen nordwestlich von Schönbronn wird voraussichtlich bis Jahresende eine neue Wasserleitung verlegt. Ein Pflug wird diese unter die Erde bringen, direkt unter den dortigen Feldwegen.
Die spezielle Maschine zieht einen Graben und legt die neue Leitung sofort hinein. Beim Verlegen einer neuen Wasserleitung in Wildberg hat die Stadt bereits gute Erfahrungen mit dem effizienten und zeitsparenden Verfahren gemacht.
Die nun anstehende Maßnahme in Schönbronn ist der erste Schritt hin zu einer Neustrukturierung der Wasserversorgung, bei welcher das gesamte Stadtgebiet betrachtet wird.
Trassen außerhalb bebauten Gebiets
Hinter dem Ortsausgang Richtung Wenden wird die Maßnahme an einem unterirdischen Übergabeschacht beginnen. Bislang verläuft die Wasserleitung unterhalb des Stadtteils einmal quasi „durch den ganzen Ort“ bis zum Hochbehälter beim Höhenhof. Die neue Trasse bewegt sich komplett außerhalb des bebauten Gebietes und folgt den dortigen Feldwegen.
Damit wird eine neue Zuleitung vom Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung zum Hochbehälter Effringen geschaffen. Die betroffenen Flurstück-Eigentümer wurden bereits bei einem persönlichen Termin vor Ort über das weitere Vorgehen informiert. Dabei waren auch Vertreter der Baufirma zugegen.
Denn wenn alles nach Plan läuft, geht es bereits Anfang November los. Spielt die Witterung mit, sollte die neue Leitung bis Ende des Jahres liegen. Die Inbetriebnahme kann ohne Auswirkungen für die Bürger erfolgen.
Außerdem wird ein neuer Hochbehälter gebaut, der künftig für Schönbronn und Effringen ausreichen wird. Die bisherige Anlage ist mit ihren Kapazitäten am Limit, eine Erweiterung wäre unwirtschaftlich. Sobald alles läuft und die Betriebssicherheit hergestellt ist, wird der aktuelle Hochbehälter abgeschaltet.
In der zweiten Ausbaustufe wird eine rund 3,7 Kilometer lange Druckleitung vom Übergabepunkt am Wildberger Bildungszentrum bis zum Hochbehälter Effringen verlegt, im Hochbehälter Bulacher Weg werden die Pumpen vergrößert.
Wasser wird wesentlich härter
Für Schönbronn bedeutet die Maßnahme nach der ersten Ausbaustufe eine Erhöhung des Härtegrades vom Bereich weich (3,2°dH) in den Bereich mittel (13-14°dH), in Effringen bleibt die Wasserhärte nahezu gleich (bisher 15°dH, künftig 13-14°dH).
Allerdings schwankte der Härtegrad bisher, was durch die Umstrukturierung im Versorgungsnetz der Vergangenheit angehören wird. Nach der zweiten Ausbaustufe werden beide Stadtteile Wasser mit einer Härte von etwa 10°dH beziehen.
Die Gesamtmaßnahme soll auf lange Sicht einer besseren Versorgungssicherheit im Stadtgebiet dienen. Derzeit ist das Stadtgebiet in vier Gebiete unterteilt, die unterschiedlich und jeweils eigenständig mit Trinkwasser versorgt werden.
Wenn alle Teilmaßnahmen abgeschlossen sind, werden sie verbunden sein, so dass beispielsweise bei einem Ausfall in Schönbronn Wasser aus Sulz am Eck genutzt werden könnte, um den Bedarf zu decken – und anders herum.