Nachdem sich der Verein personellen Herausforderungen stellen musste, geht es bei den Sportlern wieder bergauf. Die Fußballer streben eine Zusammenarbeit mit dem SC Orschweier an.
Der Turn- und Sportvereins Mahlberg (TuS) hat eine turbulente Zeit hinter sich: Erst im November 2025 hatte man sich eine neue Vorstandsstruktur mit vielen Arbeitsteams verpasst, um damit Führungsprobleme besser lösen zu können. Das ist in den ersten fünf Monaten der neuen Amtszeit schon blendend gelungen, berichtete Christian Probst als Vorsitzender Verwaltung.
Als Vorsitzender Sport blickte Dominik Bildner auf die junge Saison zurück. Bis zur Winterpause taten sich beide Fußballmannschaften noch etwas schwer, doch nach einigen Siegen hat jetzt die erste Mannschaft in der Kreisliga B Tuchfühlung zu oberen Plätzen aufgenommen, während Mahlberg II im letzten Tabellendrittel der Kreisliga C zu kämpfen hat.
Hierzu merkte Bildner offen an, dass eine gute sportliche Perspektive immer schwieriger werde, weil es auch beim TuS immer mehr an neuem, jungem Spielernachwuchs mangele. Das Problem träfe zunehmend die meisten kleineren Fußballvereine. So käme es, dass nun der Sportclub (SCO) zwischen den Jahren mit einer Anfrage zu einer Spielgemeinschaft schon in kommender Saison auf den TuS zugekommen sei. Deshalb hatte sich nun eine Delegation des SCO zur Hauptversammlung eingefunden, um diese zu verfolgen.
Versuche zur Gemeinschaftsind bereits gescheitert
Zuvor hatte Probst erwähnt, dass frühere Versuche zur Gründung einer Spielgemeinschaft mit dem SCO meist im Sande verlaufen waren, weil sich die beiden Parteien offensichtlich „damals noch nicht grün genug waren, um gemeinsame Wege zu gehen“.
Doch jetzt sei eine entsprechende Weitsicht unabdingbar. Bildner berichtete weiter, dass sich diesbezügliche Gespräche zu einer Bildung einer Spielergemeinschaft im Herrenbereich mittlerweile schon auf der Zielgeraden befänden. Dazu hätte das TuS-Trainerduo Markus Haas und Felix Reichmann auch schon zugesagt, das entsprechende Projekt zu begleiten.
Dass eine Spielgemeinschaft sinnvoll sein kann, zeigt sich beim Nachwuchs. Bei der Fußballjugend geht es nämlich nicht mehr ohne, berichtete Melanie Klett. Von Bambinis bis zur D-Jugend (hier sind es immerhin bis zu 30 Kinder) geht das noch mit dem benachbarten SCO, bei C-und B-Junioren sind zusätzlich schon Kippenheim und Schmieheim mit dabei.
Der Frauenkader ist gut aufgestellt
Gemischt wird es dann bei der A-Jugend von 17 bis 19 Jahren. Hier wird der TuS jetzt eine Spielgemeinschaft mit acht Vereinen und zusätzlich auch noch mit Kürzell bilden. Beim TuS bleiben hier nämlich derzeit nur noch drei bis vier Fußball-Jungmänner ab 17 Jahren übrig – viel zu wenig, um den eigenen Seniorenkader später mit eigenen Nachwuchs aufzufüllen.
Gut aufgestellt ist dagegen der Frauenkader, ließ deren erste Trainerin Tamara Krause verlesen. Dieser verfügt aktuell über bis zu 40 Spielerinnen, einige davon allerdings inaktiv. Die erste Mannschaft hat sich in der neuen Verbandsliga-Saison bislang wacker geschlagen. Auch die zweite Mannschaft möchte ihre gute Platzierung in der Bezirksliga bis zum Ende der Saison eisern verteidigen. Bei den Mädchen sind derzeit zwölf B-Juniorinnen in die Saison der Freiburger Staffel gestartet, 16 C-Juniorinnen in der Offenburger Staffel.
Anforderungen der Eltern werden immer großer
Vorgelegt wurden von Janina Schwend die sonstigen Vereinszahlen: 529 Mitglieder hat der TuS, darunter 212 Jugendliche bis 19 Jahren, 317 Erwachsene und noch 41 Ehrenmitglieder. Logistik-Vorsitzender Benny Schorr hatte überdies in einer Vorschau alle fünf kommenden wichtigen Feste aufgelistet: Das Frühlingsfest am 24. April, das Sportwochenende am 3. bis 5. Juli, das Sommerfest Ende Juli sowie das Herbst- und Oktoberfest.
Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz nahm die Gelegenheit wahr, sich kurz vor seinem Amtsende im September auch beim TuS zu verabschieden. Er dankte für großartige Vorstandsleistungen. Der Verein sei gut aufgestellt und dürfe stolz auf das Erreichte sein. Kritisch merkte Probst nach vielen Danksagungen für das große Trainer-Team an, dass es auch Baustellen gebe. So stellen vor allem einige ehrgeizige Eltern immer höher werdende Anforderungen an den Verein. Und: Manche Kinder und Jugendliche würden immer respektloser gegenüber den Trainern auftreten.
Ehrungen
Für 50 Jahre
Mitgliedschaft wurde Tina Hasemann zum Ehrenmitglied ernannt. Nachgeholt wurde das jetzt auch für Josef Braunstein und Ludwig Loerwald, die schon vor drei Jahren zur Ehrenmitgliedschaft fällig gewesen waren.
Für 40 Jahre
wurden Hubert Fischer, Jürgen Fischer, Lothar Kunst und Christa Vögele geehrt.
Für 25 Jahren
erhielten Jochen Baum, Claudia Braunstein und Florian Kunz eine Auszeichnung.