Frieder Theurer, Leiter des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft, stellte die Modelle der vier Siegerentwürfe genauer vor. Foto: Breisinger/Breisinger

Für den Neubau einer Kindertageseinrichtung in Endingen mit vier Gruppen hat die Stadt Balingen einen Realisierungswettbewerb ausgelobt. 59 Architekturbüros haben sich dafür beworben, von denen 15 zur Teilnahme aufgefordert wurden.

Ein Preisgericht unter dem Vorsitz des Reutlinger Architekten und Stadtplaners Wolfgang Riehle hat vier Siegerentwürfe ausgewählt, die derzeit im Foyer des Balinger Rathauses ausgestellt sind.

Frieder Theurer, Leiter des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft, stellte bei der Eröffnung der Mini-Ausstellung die vier Siegerentwürfe vor. Dieser ist begeistert von der Vielzahl der Möglichkeiten, welche die Entwürfe aufzeigen. „Es ist sehr viel Hirnschmalz in diese Entwürfe herein geflossen und mit sehr viel Mühe wurde das Optimum herausgeholt.“ Am Ende hätten Nuancen und Details die entscheidende Rolle gespielt.

Der erste Preis geht an den Entwurf des Nürnberger Büros raum.land Architekten. Foto: Breisinger

Als Kriterien wurden unter anderem die Wirtschaftlichkeit und das passende Verhältnis von Fläche und Volumen des Gebäudes herangezogen. Alle Entwürfe mussten Barrierefreiheit garantieren sowie eine ordentliche Beschattung. Und am wichtigsten – alle Lösungen müssen für die Kinder und die Erzieher sowie die Endinger Anwohner passend sein.

Der erste Preis: raum.land Architekten aus Nürnberg

Am besten bewertet wurde der Entwurf des Nürnberger Büros raum.land Architekten. Dessen Entwurf sieht einen schmalen, flexiblen und effizienten Bau mit anderthalb Geschossen vor. Laut Theurer überzeugte die Jury vor allem der große Freibereich, der die Möglichkeit bietet, zusätzliche Spielflächen zu generieren. Zudem punktet er mit kurzen Wegen und einer Symbiose zwischen Hoch- und Landschafts bau.

Der zweite Preis: MGF Architekten aus Stuttgart

Der zweite Platz geht an den Entwurf der MGF Architekten aus Stuttgart. Theurer bezeichnet den Quader als „am kompaktesten und wirtschaftlichsten“. Die Aufteilung im Inneren sei „nahezu perfekt“. Die Gruppenräume seien sauber übereinander gestapelt und es ist eine Übereckverglasung vorgesehen. Nicht ideal sei aber, dass eine Gruppe ganz dicht an die Innengrenze des Gebäudes rutschen würde.

Der dritte Preis: Schwabmayer Architekten und die Böwer Eith Murken Vogelsang Architekten

Der dritte Platz geht an die Gemeinschaft Schwabmayer Architekten aus Breisach und die Böwer Eith Murken Vogelsang Architekten aus Freiburg ab. Deren Entwurf sei deutlich kompakter als die anderen und beeindrucke durch seine Offenheit. Die Jury bemängelte allerdings die laut Theurer „mordsmäßig versiegelte Fläche“.

Der vierte Preis: Büro Ackermann + Renner aus Berlin

Den vierten Preis erzielte das Berliner Büro Ackermann + Renner, deren Entwurf drei singuläre Gebäude umfasst, die mit einem zweigeschossigen Flachdachbau verbunden sind. In zwei der Gebäude sind Gruppen vorgesehen, im dritten Mensa, Aufenthalts- und Nebenräume. Bemängelt werde aber, dass eine Gruppe einen recht weiten Weg zu den Sanitäranlage hat.

Zwar wird auch der Endinger Ortschaftsrat ein gewichtiges Wörtchen mitreden, aber über den Gewinner wird letzten Endes der Balinger Gemeinderat entscheiden. Alle Arbeiten inklusive der Modelle sind noch bis Freitag, 17. März, im Rathausfoyer zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.