Als das Open-Air-Kino im Badepark stattfand (Archivfoto). Foto: Hofmann

Petra Bächner und Andreas Vogt sind die neuen Pächter des Nagolder Kinos. Pläne haben sie viele. Einer davon ist die Wiederauferstehung des Nagolder Open Air Kinos.

Wenn man heute an das Thema Open Air Kino im Raum Nagold denkt, dann denkt man an das Kino im Schlossgarten in Altensteig oder an das Sommernachtskino auf dem Herrenberger Schlossberg. In Herrenberg findet es 2026 vom 23. Juli bis 9. August statt. In Altensteig steht für 2026 noch kein Termin fest.

 

Auch Nagold selbst hatte einst ein Open Air Kino zu bieten – mal im Badepark, mal im Zellerschulhof. Doch wirklich von Dauer war keines dieser Kino-Angebote. Pläne auf der Burg zerschlugen sich auch.

Es kann auch eine ganz überraschende Location sein

Für Andreas Vogt, seit September zusammen mit Petra Bächner neuer Pächter des Nagolder Krone-Kinos, gehört aber ein Open Air Kino für eine Stadt in der Größe Nagolds einfach dazu – erst recht, wenn diese Stadt auch noch ein eigenes Kino hat. Deswegen hat er das Thema schon jetzt fest auf seiner Agenda.

Alte Zeiten: Die Kasse des Open Air Kinos im Nagolder Badepark im Jahr 2001. Foto: Fritsch

Man befinde sich auf der Suche nach einer geeigneten Location, lässt Vogt im Gespräch mit der Redaktion verlauten. Welche Orte er dabei in den Blick nimmt oder schon genommen hat, das will er noch nicht verraten, aber es könne vielleicht auch „ein ganz überraschender Ort“ werden, gibt er sich geheimnisvoll.

Pächter wollen auch Regenvariante mitdenken

Auch das Wetter soll eine Rolle bei der Locationsuche spielen, denn die neuen Pächter des Krone-Kinos wollen eine Regenvariante mitdenken, denn allzu oft sind Open-Airs an Kälte oder Regen gescheitert. „Es wäre sinnvoll, wenn wir im Fall von Regen oder Kälte einfach in unser Kino ausweichen könnten“, sagt Vogt.

Fest steht für ihn, dass es bei der Wiederbelebung des Nagolder Open Air Kinos zunächst einmal kein riesiges Event mit vollem Programm wie etwa in Herrenberg geben wird. Er visiert eine Dauer von etwa sieben oder acht Spieltagen an. „Wir wollen es erstmal klein aber fein halten“, ergänzt Petra Bächner.

Schon mal beim Oberbürgermeister vorgefühlt

Das betrifft nicht nur das filmische Angebot, sondern auch die Zahl der Plätze, die das Freiluftkino haben soll. Vogt nennt da die Zahl von 150.

In Calw, wo es in der Hirsauer Klosterruine stattfindet, läuft das Open Air Kino prächtig. Foto: Araldi

Der neue Kinopächter weiß, dass er für solche Pläne auch die Mithilfe und Unterstützung der Stadt Nagold braucht. Deswegen habe er auch schon bei Oberbürgermeister Jürgen Großmann zu diesem Thema vorgefühlt, allerdings noch ohne konkrete Ergebnisse.

Grundsätzlich begrüßt die Stadt die Initiative und das Engagement der neuen Kinobetreiber, man sieht aber zunächst einmal sie in der Pflicht: Zunächst sei es „Sache des Kinobetreibers, entsprechende Überlegungen zu konkretisieren und, sofern gewünscht, mit der Stadt in Kontakt zu treten“, heißt es in einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Redaktion.