Dagmar Maier leitet seit 1. Januar die Dunninger Kämmerei und hat gleich alle Hände voll zu tun. Foto: Gemeinde

Dagmar Maier hat im neuen Amt schon alle Hände voll zu tun. Für Hobbys bleibt wenig Zeit.

Seit dem 1. Januar sind die Finanzen der Gemeinde Dunningen in neuen, gleichwohl bewährten Händen. Die neue Kämmerin Dagmar Maier ist gleich in ihren ersten Tagen gut ausgelastet.

Dunningen - Mit der Übernahme der finanziellen Obliegenheiten der Gemeinde kehrt sie nach rund 20 Jahren ins Dunninger Rathaus zurück – von Mai 1997 bis 2002 war sie dort bereits Kassenverwalterin. Seit Februar 2020 war Maier zunächst für die Finanzen der Gemeinde Eschbronn zuständig, nun hat sie die Amtsleitung in Dunningen übernommen.

Die gebürtige Trossingerin wuchs in Aldingen auf und legte am Trossinger Gymnasium das Abitur ab. Da sie nach eigenen Worten ein Zahlenmensch ist, gingen ihre Überlegungen zunächst in Richtung Betriebswirtschaft, aber schließlich entschied sie sich für den gehobenen Verwaltungsdienst. Sie schloss das zweijährige Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl ab.

Zu dieser Zeit waren Stellen im gehobenen Dienst allerdings rar, so dass sich Dagmar Maier entschloss, zunächst als Verwaltungsangestellte Praxis-Erfahrung zu sammeln. Nach eineinhalb Jahren im Steueramt der Stadt Holzgerlingen, übernahm sie dann die Gemeindekasse in Dunningen. Damit rückte ihr Arbeitsplatz näher an den Wohnort. Schließlich setzte sie ihre berufliche Laufbahn als Leiterin der Stadtkasse in Donaueschingen fort, wechselte dann ins Bauamt der Stadt Villingen-Schwenningen und war dort sozusagen Schnittstelle zwischen Kämmerei und Tiefbau. Im Jahr 2016 ging Dagmar Maier zum Landratsamt Rottweil und wirkte dort maßgeblich an der Umstellung auf die Neue Kommunale Haushaltsrechnung (Doppik) mit. Zwei Jahre später wechselte sie zum Jugend- und Versorgungsamt des Landkreises. Dort war sie mit der wirtschaftlichen Jugendhilfe, also mit den Leistungen für Heim- und Pflegekinder, die ambulante Familienhilfe und mit der Übernahme von Kindergartenbeiträgen befasst. Schließlich wurde sie auf eine frei werdenden Stelle in Eschbronn aufmerksam gemacht. In dieser Funktion war sie gleichzeitig Stellvertreterin von Raphael Eith.

Derzeit noch in der Orientierungsphase

Als dieser nun bekanntgab, dass ihn seine weiteren beruflichen Pläne zum Regierungspräsidium nach Freiburg führen werden, bewarb sie sich für seine Nachfolge. Seit dem 1. Januar ist Dagmar Maier die Leiterin der Finanzverwaltung der Gemeinde Dunningen. Im Augenblick befindet sie sich naturgemäß zwar noch in der Orientierungsphase, gleichwohl liegen bereits wichtige Aufgaben vor ihr. So bereitet sie gerade die Eröffnungsbilanz der Gemeinde vor. Mit dieser Bilanz wird der Wert der Aktiva der Gemeinde, also Gebäude, Straßen und andere Besitztümer, berechnet, eine wichtige Grundlage für die Doppik. Außerdem steht der Jahresabschluss 2019 der Gemeinde an, der erste nach doppischer Rechnung. Dagmar Maier ist, auch das ist typisch für einen Kämmerer, gleich von Anfang an gut ausgelastet.

Im Dunninger Rathaus sei sie, beispielsweise von Bürgermeister Peter Schumacher und den anderen Amtsleitern, sehr gut aufgenommen worden, so Maier. Es gebe sogar noch einige Kollegen aus der Zeit, als sie das erste Mal in Dunningen war. Auch das Verhältnis zu ihrem "alten" Chef, Eschbronns Bürgermeister Franz Moser sei stets sehr gut gewesen, betont Maier.

Da bleibt natürlich wenig Zeit für Hobbys. Gleichwohl bewegt sich Dagmar Maier gern an der frischen Luft und ist ein Fan des Wanderns und des Trekkings. Heute geht die einstige Wettkampf-Schwimmerin und Trainerin nur noch ins Wasser, um fit zu bleiben. Wenn die 48-Jährige etwas Muße findet, widmet sie sich dem Lesen oder den Handarbeiten. Auch der eine oder andere Theaterbesuch stand vor Corona in ihrem Terminkalender.

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