In diesen Tagen hätte erstmals die Nagolder Suppe kredenzt werden sollen. Doch der Start wird verschoben. Das sind die Gründe.
Im Seniorentreff Mohren sitzen sie alle zusammen: die treibenden Köpfe des Treffs, die Initiatoren der Nagolder Suppe, allen voran Gerda Rudolf, deren Stiftung das Projekt trägt.
Die Stimmung ist gut. Dennoch gilt es, schlechte Nachrichten zu erörtern: Ende September hätte im „Mohren“ nämlich erstmals die Nagolder Suppe ausgegeben werden sollen – auf Spendenbasis, Modell „jeder gibt, was er kann“. Daraus wird aber nichts, der Start verschiebt sich.
Neuer Termin ist nun der 27. Januar nächsten Jahres. Immer Dienstag und Donnerstag soll es ab dann im Seniorentreff Mohren eine leckere vom Burgwirt zubereitete Suppe geben. „Gemeinsam – nicht einsam“ lautet das Motto der Initiative. Jung und Alt sind zur Nagolder Suppe willkommen. „Alle, die sich auf eine gemeinsame warme Suppe im Kreise anderer Menschen freuen“, heißt es weiter.
Der OB erläutert die Gründe
Freuen ist ein gutes Stichwort. Denn die Freude, dass das gut vorbereitete Projekt nun eigentlich hätte starten können war groß. Das betonen die anwesenden Initiatoren Gerda Rudolf, Bärbel Reichert-Fehrenbach, Klaus Schnepf und Ralf Benz. „Nun Vorfreude ist die schönste Freude“, erklärt Schnepf mit einem Augenzwinkern. Denn die Vorfreude hält ja nun erzwungenermaßen länger an.
Warum? Das erörtert an diesem Nachmittag Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann. Im Seniorentreff Mohren stehen Sanierungsarbeiten an. Arbeiten, die man eigentlich hätte früher erledigt haben wollen. Doch erst jetzt können sie starten. Dabei geht man bei der Stadt davon aus, dass die Arbeiten an der denkmalgeschützten Fassade auch Auswirkungen auf das Innenleben der gemütlichen Mohren-Räume haben werden.
Eingeschränkt kann der Treff aber weiter genutzt werden. Die Stadt zieht extra eine Schutzwand ein, die die Innenräume vor dem Arbeitsdreck schützen soll. Dennoch entschied sich das ehrenamtliche Leitungsteam der Nagolder Suppe für das Verschieben.
„Das ist jetzt die sicherste und beste Variante“
„Ein wenig enttäuscht sind wir schon“, gibt Gerda Rudolf offen zu. Doch man war sich einig, solch ein Projekt für das Gemeinwohl der Stadt wie die Nagolder Suppe verdient von Anfang an einen rundum gelungenen Aufschlag. Also entschied man sich gegen Provisorien oder Ausweichquartiere. „Das ist jetzt die sicherste und beste Variante“, ist die Ideengeberin Gerad Rudolf überzeugt.
„Wir haben Großes vor mit der Nagolder Suppe. Und das können wir so nicht machen“, erörtert auch Bärbel Reichert-Fehrenbach. Ihr ist auch wichtig festzuhalten, dass die Suppe trotz des späteren Starts am 27. Januar nicht in Konkurrenz zur Vesperkirche tritt. „Wir haben dann zehn Termine zum Anlauf“, verrät sie. Dann beginnt die Vesperkirche, und die Nagolder Suppe pausiert in dieser Zeit.
„Ein sehr niederschwelliges Angebot“
Nagolds OB freut sich über die Initiative. „Ein sehr niederschwelliges Angebot“, lobt er. Und freut sich auf die Zeiten, wenn in den städtischen, dann renovierten Räumen, „zwei wachsende Nagolder Einrichtungen“ wirken. Denn die Arbeit des Mohrenvereins geht natürlich auch weiter in dem Gebäude. Die Vereinsvertreter Hans Mückstein und Werner Lösch informieren, dass der Verein sogar plant, seine Angebote während der Sanierungsphase aufrecht zu halten.
„Das ist jetzt blöd, dass sich die Baustelle mit dem Starttermin der Nagolder Suppe kreuzt“, gibt auch Nagolds Stadtoberhaupt zu. Doch ändern könne man das nicht. „Wir sind heilfroh, dass die Arbeiten nun endlich in Gang kommen“, fügt er an.
Die Nagolder Suppe
Das Projekt
startet am 27. Januar 2026. Im Seniorentreff Mohren gibt es ab dann immer dienstags und donnerstags zwischen 11.30 und 13.30 Uhr eine frisch zubereitete hochwertige Suppe auf Spendenbasis. Ort des Geschehens sind die städtischen Räume des Seniorentreffs Mohren in der Querstraße 1.
Die Initiatoren
sind Gerda Rudolf, Bärbel Reichert-Fehrenbach, Klaus Schnepf und Ralf Benz. Träger ist die Gerda Rudolf Stiftung.