Die bisherige Niederlassung der Vollmaringer Wehr soll bald ausgedient haben. Foto: Fritsch

Lange haben sie gewartet, jetzt bekommen sie endlich ihre neue Heimat: Der Gemeinderat hat grünes Licht für das neue Domizil der Vollmaringer Wehr gegeben.

Aktuell ist das Feuerwehrhaus noch in der Ortsmitte in unmittelbarer Nähe zur Kirche beheimatet. Ersetzt werden soll es durch einen Neubau am nordöstlichen Ortsrand in der Schönbuchstraße.

 

Wie es in der Vorlage für den Gemeinderat heißt, soll das neue, dann zweigeschossige Gebäude, den „zeitgemäßen Anforderungen“ für die Feuerwehr gerecht werden. „Funktional, nachhaltig und zukunftsorientiert“ soll es nach dem Willen der Nagolder Stadtverwaltung werden. Der Bau soll in Holzbauweise mit einem Betonsockel ausgeführt werden, um Stabilität und Schutz vor Wasserschäden zu gewährleisten.

Es wird ein „ganz normales Feuerwehrhaus“

Im Nagolder Gemeinderat wurden die Pläne noch einmal detailliert vorgestellt. Demnach wird sich das Feuerwehrhaus auf einer Grundfläche von 760 Quadratmetern errichtet. Das gesamte Grundstück umfasst knapp 7550 Quadratmeter. Bei der Präsentation der Planer betonten diese, dass man mittlerweile Erfahrung mit der Konstruktion solcher Feuerwehrhäuser habe und man im Fall von Vollmaringen keine exquisiten Besonderheiten eingebaut, sondern ein „ganz normales Feuerwehrhaus“ entworfen habe.

Doch auch ein einfaches Feuerwehrhaus hat heutzutage seinen Preis: Zwischen vier und fünf Millionen Euro wird das gesamte Projekt kosten. Darin enthalten sind 175 000 Euro aus der Zuwendung Feuerwehrwesen.

Fertigstellung für Sommer 2027 geplant

Was den Zeitplan angeht, geht man davon aus, dass nach der Genehmigungsphase ab September die konkrete Ausführungsplanung beginnt, die bis Mai 2026 dauern soll. Danach folgen die Ausschreibungen und Vergaben. Mit dem konkreten Baubeginn ist im Mai 2026 zu rechnen. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten rechnen Planer und Stadtverwaltung im Sommer 2027.

Trotz der immensen Kosten gaben die Gemeinderäte – inklusive der AfD-Fraktion – einmütig grünes Licht für das in Vollmaringen lange erwartete Bauvorhaben.

Die Heizung der Gemeindehalle ist nicht mehr wirklich zuverlässig. Foto: Fritsch

Auf eine weitere Baumaßnahme wartet nicht nur Vollmaringen, sondern auch seine sportlichen Gäste. Denn wie in der Sitzung klar wurde, ist die Heizung in der Gemeindehalle Vollmaringen dringend sanierungsbedürftig. Wie Ortsvorsteher Daniel Steinrode schilderte, sei es mittlerweile normal, dass die Duschen für die Sportler mittlerweile zu einem großen Teil kalt blieben.

Dass da Handlungsbedarf besteht, sieht auch die Stadt Nagold so. Aus Nachhaltigkeits- und Synergiegründen will man dort eine Pelletheizung in einem Anbau an die Gemeindehalle einrichten. Diese Heizung soll so ausgelegt werden, dass damit auch das neue Feuerwehrmagazin über eine Nahwärmeleitung mit beheizt werden kann.

Für dieses Vorhaben hat der Gemeinderat nun einen ersten Auftrag vergeben: Die Architekten- und Ingenieurleistungen kosten die Stadt gut 77 000 Euro.