Der Entwurf für den Bebauungsplan der Sport- und Festhalle Tennenbronn wurde vom Ortschaftsrat einstimmig „gebilligt und festgelegt“. Thema war dabei auch der Schutz des Hallenbereichs und die Ökopunkte.
Den aktuellen Bebauungsplanentwurf „Sport- und Festhalle Tennenbronn“ mit Festsetzungen, örtlichen Bauvorschriften, Anlagen mit verschiedenen Gutachten und Berichten stellte Carolin Münch zur Vorberatung im Ortschaftsrat vor.
Aufgrund von Änderungen in der Gebäude- und Außenanlagenplanung mussten Gutachten „umfangreich überarbeitet“ werden.
So auch eine schalltechnische Untersuchung durch die Forderung eines Bürgers auf ein Lärmgutachten aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit. Diese Forderung wurde in der Bürgerfragestunde im Ortschaftsrat durch einen Anlieger bekräftigt.
Mit Mulde und Rückhaltung mögliche Überflutung am Dorfweiher verhindern
Nach Berechnungen des Gutachters seien auch im Betrieb der Halle keine Lärmschutzmaßnahmen notwendig, stellte Carolin Münch vom Fachbereich Umwelt und Technik der Stadt fest. Der bestehende Verkehrslärm der Straße, der Lärm durch die An- und Abfahrt zum Parkplatz und der Lärm im Hallenbetrieb addierten sich nicht.
„Eingriff in Überflutungsflächen“
Durch den geplanten Bau der Sport- und Festhalle sowie der Außenanlagen ist „ein Eingriff in die Überflutungsflächen“ von HQ 10, HQ 50 und HQ 100 notwendig. Das bedeutet für HQ 100, bei einem 100-jährigen Hochwasser wäre das Gebiet überflutet. Das will man für den Bereich am Dorfweiher verhindern oder kompensieren durch eine oberhalb der Schiltach liegende Flutmulde im Grüngebiet zwischen Bruck/Schneider-Siedlung und dem Gewerbegebiet beim Logistikzentrum der Firma Schneider.
Überflutung verhindern
Dort sollten bei einem Hochwasser 385 Kubikmeter Wasser zurückgehalten und damit eine mögliche Überflutung am Dorfweiher verhindert werden.
Von einem solchen Szenario mit nassen Füssen in der künftigen Festhalle wollte auch Ortsvorsteher Manfred Moosmann nicht überrascht werden: „Die Halle steht nicht im HQ 100-Bereich und auch nicht im HQ extrem“.
Dazu soll auch eine weitere Mulde dienen auf der Wiese zwischen Gersbach und Schiltach vor dem Dorfweiher.
Für den Hallenneubau falllen insgesamt 61 825 Ökopunkte an.
Auf diesem feuchten Standort soll eine ökologisch wertvolle Nasswiese entwickelt werden, für die 5851 Ökopunkte berechnet werden.
Weitere rund 40 000 Ökopunkte werden durch eine Mähwiese am Sommermoos entstehen, die auf das Defizit durch den Hallenbau von 61 825 Ökopunkte angerechnet werden.
Weitere Beschlüsse Ende Januar
Die Planungen mit Gutachten und Berichten sollen am Donnerstag, 30. Januar, im Gemeinderat Schramberg beschlossen sowie danach die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs vorbereitet werden.