Im Bereich des Entenweihers in Tennenbronn soll die neue Halle entstehen. Foto: Wegner

Den neuen Vorentwurf für die Festhalle Tennenbronn haben die Planer des Architekturbüros Herrmann und Bosch aus Stuttgart im Ortschaftsrat vorgestellt.

Schramberg-Tennenbronn - Die Kosten bei der aktuellen Planung für die Halle liegen wieder unter zehn Millionen Euro, nachdem man das Raumprogramm eingedampft und die Besucherzahl auf 400 Personen reduziert habe, stellte Architekt Gerhard Bosch vor. Vorgesehen sei eine Ein-Feld-Halle mit einer Fläche von 1523 Quadratmetern, bei einem Spielfeld von 15 mal 27 Metern mit Foyer (120 Quadratmeter), Proberaum (82 Quadratmeter), einer Bühne mit elf Metern Länge sowie zwei Umkleiden mit Dusche sowie Küche und Nebenräume im barrierefreien Erdgeschoss. Alternativ seien in Variante zwei vier Umkleideräume bei einem verkleinerten Foyer möglich, erklärte detailliert Projektleiterin Linda Thierfelder die Aufteilung.

Klare Grenze bei Kosten gesetzt

Die Technikräume mit etwa 200 Quadratmetern seien im Obergeschoss mit Zugang von außen vorgesehen. Innerhalb der Kubatur der Halle könnten die Flächen der Räume verändert werden ohne Erhöhung der Kosten, verwies Gerhard Bosch auf die gesetzte Zehn-Millionen-Euro-Grenze. Bei kleinerer Besucherzahl könne man die Halle in der Mitte teilen; es könnten aber auch etwa 800 Personen in die Halle, wenn man die Fluchtwege entsprechend plane.

Reicht’s für den Musikverein?

Patrick Fleig wollte keine Reduzierung des Raumangebots im Vergleich zur bisherigen Halle, die 30,2 auf 15,2 Meter Fläche biete. Für Monika Kaltenbacher war der Proberaum für den Musikverein zu klein, man brauche statt 82 mindestens 100 Quadratmeter Fläche; bei vier Umkleiden werde auch das Foyer zu klein. Wolfgang Haberstroh wollte die Halle um drei Meter verbreitern, bei zusätzlichen Baukosten von etwa 90 000 Euro. Dem widersprach der Planer, weil damit die Spannweite verändert werde mit entsprechenden Kosten. Für die vorgelegte Planung habe man Grobkosten von 4300 Euro pro Quadratmeter berechnet.

Planung nun festlegen

Fachbereichsleiterin Petra Schmidtmann betonte, Baukosten von zehn Millionen seien "politisch möglich", aber man müsse jetzt festlegen, mit was geplant werden soll. Das forderte auch Reinhard Günter, der "vereinsnahe Vorgaben" festlegen wollte. Wenn man das Raumprogramm jetzt festlege, dann könne man einen Vorentwurf Anfang 2023 vorlegen und einen Bauantrag Ende 2023 stellen, sah Gerhard Bosch einen Baubeginn schon Mitte 2024. Zunächst wollte er die Möglichkeiten prüfen, ein größeres Foyer bei vier Umkleiden zu schaffen, dazu einen größeren Proberaum und eine Spielfläche von 18 auf 28 Meter.

Ortsvorsteher Manfred Moosmann wollte dazu auch die Kosten berechnen für eine um drei Meter breitere Halle. Man werde deshalb die Beratungen im Gemeinderat verschieben und die veränderte Planung im Januar zuerst im Ortschaftsrat vorstellen.