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Neue Häuser in Stuttgart Asylwohnheime prägen Statistik

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2016 sind viele Systembauten für Flüchtlinge wie hier am Lautlinger Weg in Möhringen entstanden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Im vergangenen Jahr sind in der Landeshauptstadt insgesamt 2125 Wohnungen fertiggestellt worden. Das sind nur vier weniger als im Jahr zuvor. Der Wohnungsbau setzte sich damit „auf hohem Niveau fort“, sagt Thomas Schwarz, der Leiter des Statistischen Amtes der Stadt. So viele Wohnungen seien zuletzt Ende der 1990er Jahre entstanden. Ziehe man Abrisse oder Nutzungsänderungen ab, ergebe sich ein Nettozugang von 1906 Einheiten, gegenüber 2015 ein Plus von 144 Wohnungen oder acht Prozent.

Bei einer genaueren Betrachtung der Statistik aber zeigt sich: Die Zahlen von 2016 sind kaum mit denen von 2015 vergleichbar. Denn ein Großteil der neuen Einheiten entstand für Flüchtlinge. Im ­vergangenen Jahr wurden insgesamt 19 Wohnheime (2015: vier) fertiggestellt, mit 626 (72) Wohnungen. Rund ein Drittel des gesamten Zuwachses entfällt also auf die von der Stadt über ihre Wohnungsbaugesellschaft SWSG errichteten Systembauten für Flüchtlinge (498 Wohnungen) oder auf Wohnheime für Studenten.

In Vaihingen wird am meisten gebaut

Die Flüchtlingsunterkünfte verzerren überdies auch die Entwicklung bei der durchschnittlichen Wohnungsgröße, die von 89 Quadratmetern (2015) auf 68 Quadratmeter gefallen ist. In Mehrfamilienhäusern bleibt sie allerdings im Schnitt wie im Vorjahr bei 84 Quadratmetern. Hier scheint, wohl auch wegen der Preise, eine Grenze erreicht. In den vorausgegangenen fünf Jahren hatten neue Wohnungen im Durchschnitt noch 88 Quadratmeter.

272 neue Wohnungen entstanden durch Baumaßnahmen im Bestand, also zum Beispiel durch Anbauten, Dachausbauten und die Umnutzung von zuvor anders genutzter Flächen. Besonders viel gebaut wurde 2016 in Vaihingen (278 Wohnungen), in der Stadtmitte (189), Feuerbach (145), in Zuffenhausen (113), dem Osten (112) und in Weilimdorf (109). Die höchste Zahl an Baufertigstellungen notierte das Statistische Amt seit 1987 in den 1990er Jahren. Den bisherigen Spitzenwert erreichte man im Jahr 1993 mit 3586 Wohnungen, den Tiefpunkt 2009 mit 911 Einheiten. Erst seit 2012 werden Wohnungen in Wohnheimen, die bis dahin als „sonstige Wohneinheiten“ aufgeführt worden waren, in der Statistik auch als Wohnungen erfasst.

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