Die Grundschule Hallerhöhe ist seit vergangenem September mit einer Klasse und der Verwaltung im Containerbau am Schwenninger Deutenberg gestartet. Foto: Mareike Kratt

Vor vier Monaten ist die neue Grundschule Hallerhöhe gestartet. Wie läuft das Schulleben im Containerbau – und wie steht’s um die Generalsanierung des Bestandsgebäudes?

Es sieht heimelig aus rund um den ersten Containerzug, der am Rand des Sportplatzes am Deutenberg steht. Noch hängt allerlei gebastelte Winterdeko in den Fenstern, und der Bereich vor dem Provisorium, der von einem Zaun umgeben ist, ist mit neuen Spielgeräten ausgestattet. Spätestens, wer das Schild mit dem Schriftzug „Grundschule Hallerhöhe“ und der bunten Zeichnung erblickt, erkennt: Hier halten sich junge Menschen auf.

 

Im vergangenen September, zum Schuljahr 2025/26, ist in den Eckcontainer die neue Grundschule Hallerhöhe mit 27 Erstklässlern, (Klassen-) Lehrerinnen, Schulsozialarbeiterin und Sekretärinnen eingezogen – vorübergehend.

Ein idealer Ort

Denn die eigentliche Heimat der Grundschule, die mit einer ersten Klasse gestartet ist und nun sukzessive aufgebaut werden soll, ist nur wenige hundert Meter weiter höher im Gebäude Hallerhöhe vorgesehen. Einst hat das Gebäude schon einmal als Grundschule fungiert, stand mehrere Jahre leer, wurde zu Corona-Zeiten als Abstrichzentrum genutzt und war zuletzt während der Sanierungsphase Auslagerungsort für einige Klassen des Schulverbunds am Deutenberg.

Schon seit einigen Jahren ist klar: Wenn in Schwenningen eine neue Grundschule an den Start geht, wird es – wieder - auf der Hallerhöhe sein – das Gebäude sei prädestiniert dafür, hatte es stets vonseiten der Stadt geheißen.

Generalsanierung notwendig

Dass die dafür erforderlichen Umbauarbeiten aufwendiger sein werden als gedacht, war vor rund einem Jahr veröffentlicht worden. Eigentlich war geplant, dass die Erstklässler nach einer kurzen Umbauphase zum laufenden Schuljahr 2025/26 einziehen können. Stattdessen musste für die Grundschule eine Interimsheimat her, um der Stadt für die nun notwendige Generalsanierung Zeit zu verschaffen.

Während die Schüler also die ersten Wochen und Monate im Containerbau, der bereits vom Gymnasium am Deutenberg, dann ebenso vom Schulverbund als Provisorium genutzt wurde, verbracht haben, hat die Stadt eifrig geplant.

Im Dezember seien die europaweiten Ausschreibungen für einen Architekten sowie die Fachplaner als „Gesamtpaket“ mit Submission gelaufen, berichtet die Pressesprecherin der Stadt Villingen-Schwenningen, Madlen Falke. Die Vergaben würden im Frühjahr in den Gemeinderat eingebracht.

Straffer Zeitplan

Der sehr straffe Zeitplan für die „Generalsanierung Hallerhöhe“ sei derzeit auf eine Fertigstellung im September 2027 ausgelegt. Mindestens bis zu diesem Zeitpunkt bleibe die Grundschule weiterhin provisorisch im ersten Containerzug, so die Pressesprecherin weiter.

Das Bestandsgebäude auf der Hallerhöhe soll die eigentliche Heimat der Grundschüler werden. Foto: Mareike Kratt

Die ersten Monate würden beweisen, dass es für die erste Klasse und die Verwaltung dort sehr gut läuft.

Das kann auch Kerstin Schlenker, die sich an der Grundschule mit Ulrike Kärcher die Klassenlehrer- und Interims-Schulleiter-Funktion teilt, bestätigen. „Alle am Schulleben Beteiligten fühlen sich sehr wohl“, freut sie sich, schließlich sei das auch die Grundlage für ein erfolgreiches Lernen. Sowohl von Lehrer- als auch von Schüler- und Elternseite aus herrsche ein gutes Miteinander. Das konnte man unter anderem vor einigen Wochen beim ersten Tag der offenen Tür zeigen.

Genügend Platz

Dass die (Lern-)Atmosphäre im Provisorium so positiv sei, liege auch an der guten Ausstattung sowohl drinnen als auch draußen. Erst vor Kurzem sei die Schulbücherei eröffnet worden, und auch der Pausenhof sei inzwischen fertig und mit hochwertigen Spielgeräten ausgestattet. „Wir haben genug Platz zum Ausdehnen“, betont Kerstin Schlenker.

Berührungspunkte mit den „großen“ Schülern des Gymnasiums oder des Schulverbunds gebe es in den Hofpausen wenig, der Umgang sei harmonisch und rücksichtsvoll. Nichtsdestotrotz freuten sich alle Beteiligten, wenn die Sanierung des Bestandsgebäudes bald umgesetzt werden kann – das sei nach wie vor das große Ziel für die Zukunft.

Die Schule wächst

Klar ist derweil – unabhängig vom Standort –, dass die Grundschule Hallerhöhe weiter wachsen wird. Schulanmeldungen gebe es genügend, sagt Kerstin Schlenker, so dass auf jeden Fall im Schuljahr 2026/27 wie geplant zwei neue erste Klassen hinzukommen werden. Platz werde im Provisorium auch noch genügend sein.