Cornelia Ries freut sich auf ihre Arbeit als Gemeinderätin auf der Liste „Gemeinsam für Unterkirnach“. Foto: Hella Schimkat

Cornelia Ries wurde auf der neuen Liste „Gemeinsam für Unterkirnach“ in den Gemeinderat gewählt. Sie freut sich schon sehr auf die Arbeit am Ratstisch. Die Gemeinde Unterkirnach liegt ihr am Herzen. Auch zum Hallenbad „Aqualino“ hat sie eine eindeutige Meinung.

Wenn sich jemand bestens in der Gemeinde auskennt, dann ist es Cornelia Ries – sie hat viel ehrenamtlich bewegt und dadurch viele Bürger kennengelernt.

 

Auf dem Lorenzenhof wurde sie geboren, ihre Eltern wohnten dort zur Miete, zogen dann ins Felsenhaus in der Talstraße. „Später haben wir am Mühlenplatz gebaut, unten waren zwei Kegelbahnen, oben war das Restaurant“, berichtet sie im Gespräch mit unserer Redaktion.

Da werden Erinnerungen wach – war das nicht das Pfannkuchenhaus? „Genau, das war es – und Unterkirnach war noch ein Schlemmerdorf, davon können wir heute nur noch träumen“, blickt sie wehmütig zurück.

In den Panoramaweg gezogen

1974 heiratete Cornelia Ries, ihr Mann sei aber nicht an der Gastronomie interessiert gewesen, er war Backofenmonteur und viel im In- und Ausland unterwegs. Also zog das Ehepaar in den Panoramaweg, wo sie sechs Jahre wohnten, dann bauten sie das Haus im Löwengründle, wo sie heute noch alleine wohnt.

Ihr Mann sei 1997 bei einem unverschuldeten Unfall mit seinem Motorrad gestorben. „Ich werde immer in diesem Haus bleiben und Unterkirnach nie verlassen“, betont sie.

Mit ihrem Ehemann hat Cornelia Ries eine 49-jährige Tochter und einen 39-jährigen Sohn, seit 2000 lebt ihr neuer Partner mit in ihrem Haus.

Sie ist immer in Bewegung

Cornelia Ries ist eine ungemein quirlige Frau, immer in Bewegung – bei der Arbeit, bei ehrenamtlicher Tätigkeit, und dazu hat sie noch ein großes Haus mit großem Garten zu versorgen. Zehn Jahre arbeitete sie bei Kuon, im Nahkauf, anschließend ein Jahr im Seestüble, dort habe sie bedient. Ab 1975 säuberte sie 25 Jahre die Ferienwohnungen in den Zeltdachhäusern, zehn Jahre war sie an der Roggenbachschule in der Schüler-Ganztagsbetreuung tätig.

Aktiv beim Fußballclub in der Jugendarbeit

Mit sechs Jahren fing ihr Sohn beim FC Alemannia mit dem Fußballspielen an. Als Jugendbetreuer Edwin Kunz als Jugendleiter aufhörte, fragte er Cornelia Ries, ob sie sein Amt übernehmen würde. „Das war 2002. Ich sagte natürlich Ja, bin bis heute Jugendleiterin und trainiere auch die E-Jugend“. Sie suche Trainer, organisiere die Weihnachtsfeier – und nein, sie könne das Amt nicht abgeben: „Wir finden keinen Nachfolger“, beantwortet sie die unausgesprochene Frage.

Dann wäre da noch das dreitägige Jugendcamp, das einmal im Jahr auf der Anlage des FC ausgetragen wird. Peter Blessing habe sie gefragt, ob sie sich vorstellen könne, das Camp zu organisieren: Sie konnte. In diesem Jahr wurde das Jugendcamp zum 20. Mal ausgetragen. „Die Cheftrainer kommen von selbst, unseren eigenen Trainern macht es Spaß, die Jugendlichen zu trainieren, Spiele, Übungen und Wettkämpfe zu beobachten und zu bewerten“, so Conny Ries.

Doch nun geht es um ihre neue Tätigkeit als Gemeinderätin auf der Liste eins: „Ich bin hier aufgewachsen, ich habe erlebt wie unser Ort aufgeblüht ist und jetzt erlebe ich, wie es rückwärts geht“, begründet sie ihren Entschluss, sich auf der Liste „Gemeinsam für Unterkirnach“ aufstellen zu lassen.

Feriengäste bemängeln fehlendes Hallenbad

Sie erlebe immer wieder Feriengäste, die bemängeln, dass es das Aqualino nicht mehr gibt, erklärt sie und betont: „Das Bad ist eine Bewegungsstätte, das Aqualino sollte wieder in Betrieb genommen werden“. Cornelia Ries berichtet über die Mängel im Ort, die ihr sauer aufstoßen: „Wir haben nichts für Jugendliche, die ganzen kleineren Gewerbebetriebe wurden aus dem Abendgrund vertrieben, der Fohrenhof schließt Ende September und überhaupt erscheint der ganze Ort schmuddelig“.

Egal was getan werden müsse, sei es das Klärwerk, die Sanierung der Roggenbachschule, die Schlossberghalle, die immer noch nicht barrierefrei ist: „Wir müssen Geld in die Hand nehmen, und ich hoffe, dass wir mit unserer Liste etwas für die Gemeinde bewegen können“, wünscht sie sich.