Das Ärztepaar Rebholz stellt seine Nachfolgerinnen vor (von links) Susanne Straub-Duffner, Rudolf und Margarete Rebholz und Esma Nurali. Foto: Lück

Frauenärztin Margarethe Rebholz sagt: "Uns fällt ein Mühlstein vom Herzen!" Denn: Mit Susanne Straub-Duffner und Esma Nurali konnte das Frauenarzt am Ende der Schillerstraße am Freitagabend endlich die Nachfolger präsentieren.

Horb - Bei einem Laden ist es wohl einfacher: Umsätze vorlegen, Team vorstellen, Lage und Kaufkraft checken – und dann können die Verträge unterzeichnet werden. Bei einer Arztpraxis ist das natürlich aufwendiger: Denn nirgendwo anders spielt das Vertrauen der Patienten, der gute Ruf und die medizinische Kompetenz so eine große Rolle. Weil es um das intimste, kostbarste geht: Die Gesundheit der Patienten.

Rudolf Rebholz: "Gegen Ostern waren wir uns einig. Doch wir mussten erst noch die Formalien wirklich schriftlich erledigt haben, damit wir sicher sind: Es klappt!"

Und das neue Ärztinnen-Duo – sie kamen durch die Rebholz-Qualitäten darauf, nach Horb zu gehen. Susanne Straub-Duffner (58), bisher Oberärztin aus Tübingen sagt: "Alle Patientinnen, die mir von den Rebholz’ überwiesen wurden, waren sehr liebenswert. Die Diagnosen, die Briefe der beiden waren hervorragend. Daran kann man erkennen, dass auch das Praxisteam sehr menschlich und liebevoll ist!"

Und weil sie seit über 30 Jahren Zeit mit Esma Nurali befreundet ist – die war damals Ärztin im Praktikum an der Klinik in Balingen – fragte sie ihre Freundin, ob sie mit in die Horber Praxis einsteigt. Für Nurali ist das eine Rückkehr in die alte Heimat. Die Frauenärztin: "Ich bin in Freudenstadt zur Schule gegangen, hatte dort eine eigene Praxis. Eigentlich wollte ich jetzt in die Schweiz gehen, doch weil die Rebholz-Praxis so gut geführt ist, komme ich jetzt wieder nach Hause. Der Kreis schließt sich!"

Praxis hat überzeugt

Das, was die Rebholz’ in Horb aufgebaut haben, hat das neue Duo überzeugt. Straub-Duffner: "Die Geräte sind so aktuell wie an der Uni. Das Haus von außen ist schön anzusehen, die Räume sind sehr großzügig, und das Spektrum, das die Rebholz hier angeboten haben, können wir beide auch sehr gut abdecken. Und nachdem ich 30 Jahre an der Uni-Klinik Tübingen gearbeitet habe, wollte ich gerne in die Praxis gehen. Das sehe ich als neue Herausforderung, zu zeigen, was ich kann. Wenn nicht jetzt, wann dann?" Nurali: "Ich habe in verschiedenen Kliniken gearbeitet – auch im Ausland. Da fragt man sich irgendwann: Wie lange soll man sich das antun?"

Und jetzt ist das neue Frauenarzt-Duo schon gespannt auf die Patientinnen, die sie noch nicht kennen. Margarethe Rebholz: "Wir planen jetzt, die Praxis zu Jahresbeginn zu übergeben. Wir haben jetzt unser erstes Enkelkind bekommen. Unser Sohn wohnt in Irland. Und weil wir so viel gearbeitet haben, gibt es noch viele Ecken in der Umgebung, die wir noch nicht kennengelernt haben. Uns wird nicht langweilig!"