Die „Kraftwerk-Bieschter“ haben sich beim Fasnachtsauftakt in Wyhlen der Öffentlichkeit vorgestellt. Hier umringen die schwarzen „Bieschter“ die Weiße Wächterin. Foto: Heinz Vollmar

In Wyhlen gibt es eine neue Fasnachtsclique: die „Kraftwerk-Bieschter“. Sie haben sich beim Fasnachtsauftakt der Narrenzunft Rolli-Dudel der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit dem Namen nimmt die neue Formation Bezug auf den Bau des Kraftwerks in Wyhlen im Jahr 1912. Damals sei mit der Technik auch eine alte Legende von „Bieschtern“, mystischen Wesen, erwacht. Sie seien die Hüter des Rheins und des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur, wie es bei der offiziellen Cliquenpräsentation hieß. Im Zentrum der Sage steht die „Bieschterin“. Sie ist frech, wachsam und immer zur Stelle, wenn der Mensch zu gierig wird, so die eigens kreierte Überlieferung. Sie fühlte sich gestört, als das Kraftwerk gebaut wurde, bis sie der Weißen Wächterin begegnete. Die Wächterin zeigte ihr daraufhin, wie Fortschritt und Natur auch im Einklang miteinander bestehen können. Seitdem, so heißt, würden beide gemeinsam über den Rhein wachen und bereit sein zurückzukehren, wenn das Gleichgewicht jemals verloren gehe. Man stehe daher„ für unsere Natur“, für Respekt gegenüber der Natur, für Gemeinschaft und für die Fasnacht, die Altes und Neues miteinander verbindet, betonten die „Bieschter“.

 

Diese Geschichte wollen sie fortan weitertragen, so ihr Versprechen unter dem Jubel der Narren und einem dreifachen „Kraftwerk-Bieschter“ am Dreikönigstag.

Dankesworte richteten die Gruppe außerdem an die Narrenzunft Rolli-Dudel Wyhlen für die Aufnahme als Gastclique.

Gründer „Kraftwerk-Bieschter“ ist Tom Paulicke, der sämtliche Masken der neuen Clique eigenhändig angefertigt hat. Die Augen der „Bieschter“ leuchten grün, ihre Zähne sind spitz, der Gesichtsausdruck ist individuell und irgendwo zwischen neugierig, leicht finster und verschmitzt angesiedelt.