Zwischen Glatt und Hopfau soll eine neue Fahrradbrücke gebaut werden.Foto: Schwind Foto: Schwarzwälder Bote

Ausschuss: Drei Ausführungsvarianten zur Auswahl / Verbindung für Radfahrer über die Glatt

Sulz-Glatt. Statt einer Anhörung des Glatter Ortschaftsrates geht der Bau der neuen Fahrradbrücke zwischen den beiden Gemeinden Glatt und Hopfau direkt in den Ausschuss für Technik. Der Glatter Ortsvorsteher Hubert Pfister spricht sich für den Charme einer Holzbrücke als Tor zum Schwarzwald aus.

Enttäuscht zeigte sich Pfister (FWV) in der ersten Online-Ortschaftsratssitzung in Glatt. Er kritisiert die Vorgehensweise der Stadtverwaltung zum Bau der Fahrradbrücke über die Glatt zwischen Glatt und Hopfau. Der Ortsvorsteher hätte sich eine Vorberatung mit seinem Ortschaftsrat über den Neubau der Brücke gewünscht, aber das Projekt wurde gleich im Ausschuss auf die Tagesordnung gesetzt. Und da stand der Glatter Ortsvorsteher mit seinen Wünschen und Anregungen ziemlich alleine da.

Zur Debatte standen drei Varianten – in Aluminium, Holz und Stahlbeton. Unter den drei Varianten gibt es aber deutliche Preisunterschiede. Am günstigsten ist eine Brücke mit Aluminiumüberbau mit Kosten von 343 000 Euro. Eine Holzbrücke gibt es für 402 000 Euro, und am teuersten ist die Stahlbetonbrücke für 437 000 Euro.

Werkhofbetriebsleiter Alexander Beller sprach sich für eine Aluminiumbrücke aus, da diese gegen Wettereinflüsse am unempfindlichsten sei und zudem schneller gebaut werden könne. Als "Tor zum Schwarzwald" hätte sich der Glatter Ortsvorsteher stilecht eine Holzbrücke gewünscht.

Um einen problemlosen und sicheren Begegnungsverkehr zweier Fahrradfahrer zu gewährleisten, ist die Brücke mit einer Breite von drei Metern zu planen. Pfister regte an, auf der Brücke einen festen Poller einzubauen, damit sie nicht von Autofahrern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden kann.

Als Fahrbahnbelag könnte man sich einen rutschfesten, Glasfaser verstärkten Kunststoff vorstellen. Aus Fördermitteln könnten bis zu 50 Prozent der Kosten winken.

Die Ingenieurleistungen wurden an das Büro Störk + Bengsch vergeben. Anteilige Planungskosten in Höhe von 15 000 Euro seien bereits im Haushaltsplan 2021 enthalten. Für 2022 sind 405 000 Euro mit einer Verpflichtungsermächtigung verplant. Im Herbst muss sich dann der Gemeinderat mit den Planungen des Ingenieurbüros auseinandersetzen. Die Bauleistungen könne man dann voraussichtlich zum Jahresbeginn 2022 ausschreiben. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von einem Vierteljahr.

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