Pascal Goll (von links), René Kromarek und Stefan Gabauer an einem der neuen Stehtische Foto: Jansen

Nachdem das „Teufele“ in Nagold kurzzeitig geschlossen war, öffnet es am Wochenende wieder. Wir haben mit den neuen Betreibern René Kromarek, Stefan Gabauer und Pascal Goll gesprochen, was gleich bleibt, was sich ändert und warum das „Teufele“ für sie ein besonderer Ort ist.

Das „Teufele“ in der Marktstraße öffnet am kommenden Freitag wieder seine Pforten. Nachdem Wirtin Martina Oliver-Sandhas zum Jahresende die Kneipe schloss, haben ihre ehemaligen Angestellten René Kromarek, Pascal Goll und Stefan Gabauer das „Teufele“ nun übernommen – und feiern am Wochenende Wiedereröffnung.

 

„Eigentlich war es eine Schnapsidee“, lacht Pascal Goll. Die drei waren gemeinsam in München, als sich bereits abzeichnete, dass das Teufele schließen könnte. Sie überlegten eine Weile – und kamen überein, das Teufele zu übernehmen. Vorpächterin Oliver-Sandhas stellte den Kontakt zum Verpächter her.

Seit dem Spätsommer sind sie am Planen gewesen. Die letzten Wochen hielten dann eine Menge Arbeit für sie bereit: Der Umbau stand an. Anfang der Woche wirkt der Gastraum noch mehr wie eine Baustelle, aber bereits da ist zu sehen, wie das neue-alte „Teufele“ aussehen wird.

„Das Teufele bleibt das Teufele“

Vieles bleibt gleich: „Das Teufele bleibt das Teufele“, betont Kromarek. Zum Beispiel möchten die neuen Betreiber auch die Events wieder aufnehmen – wie Karaoke oder Mottopartys.

Doch einiges wird sich auch ändern: Die Räumlichkeiten wurden etwas offener gestaltet, die Wände neu gestrichen und die Beleuchtung ausgetauscht. Unter anderem Leuchtstreifen auf den Stufen – das ist nicht nur schick, sondern auch für die Sicherheit im dämmrigen Kellerraum vorteilhaft. Zwei fassförmige Stehtische und Barhocker stehen nun dort, wo vorher weinrote Sitzgruppen zu finden waren. Die Karte wurde abgespeckt und mehr auf Grundgetränke reduziert.

Ohne Freunde, Familie und Bekannte wäre der Umbau allerdings wesentlich schwerer gewesen: 800 Arbeitsstunden, schätzen die Drei, hat ihr Umfeld beim Umbau unterstützt.

Für die drei Nagolder ist das Teufele schon lange die Stammkneipe – ob als Gäste oder als Angestellte. „Die Freundschaften, die hier auch gepflegt werden“, antworten Goll und Gabauer auf die Frage, was das „Teufele“ für sie zu etwas Besonderem macht. „Es ist gefühlt schon ein zweites Zuhause“, meint Goll außerdem. Für Kromarek ist es sogar ein ganz besonderer Ort: Hier lernte er seine Ehefrau kennen.

Bürokratie wird zum Hürdenlauf

Ganz ohne Hindernisse lief die Übernahme allerdings nicht. Auf die Frage nach der größten Herausforderung antworten sie aus einem Mund: „Bürokratie.“ Sie seien von Amt zu Amt geschickt worden, zahlreiche Anträge waren nötig, Zuständigkeiten mussten sie erst herausfinden.

Jetzt blicken die neuen Betreiber „gespannt und zuversichtlich“ auf die Eröffnung. Sie arbeiten weiterhin alle noch in ihren alten Jobs – als Controller, Mechatroniker und Konstrukteur. Damit ist der Erfolg des Teufeles für sie auch keine Existenzfrage.

Das Teufele öffnet am Freitag ab 18 Uhr seine Pforten. Von der Stadt haben sich Oberbürgermeister Jürgen Großmann und Bürgermeister Hagen Breitling angekündigt.